Meine letzten Sommerferien

Meine letzten Sommerferien

Der diesjährige Sommer war, obwohl das Wetter nicht immer so dufte war, ein ziemlich toller. Ich habe viel erlebt, sehr nette Leute kennengelernt, kurzum: einfach Spaß gehabt.

Ich fange mal am Anfang an:
Meine Sommerferien begannen mit einer knapp einer Woche, die ich in meiner Heimatstadt verbrachte und wo ich ein bisschen rumgammelte, Schlaf nachholte und mich fast ein bisschen langweilte. Dann war ich für 9 Tage in Schweden, wo ich Nathalie „besuchte“, die wie fast jedes Jahr mit ihrer Familie für ein paar Wochen die Flucht in den Norden unternahm. Dort habe ich viel geredet, fotografiert, gegessen, an der Diashow gearbeitet und war mit Nathalie spazieren. Das „Highlight“ der etwas verlängerten Woche war dann wohl der Ausflug nach Stockholm, welches knapp 250km vom Ferienhaus in „Gammelhyttan“ bei Örebro entfernt liegt. Stockholm ist eine interessante Stadt und stellt einen ziemlich starken Bruch im Vergleich zu dem dar, was ich bisher von Schweden kannte – nämlich die Dalarna-Provinz, Mora am Siljan und eben den Bereich um Örebro herum.
Alles war bisher eher ländlich, klein, schnuckelig, doch Stockholm ist eben eine Hauptstadt mit vielen Menschen – aber dennoch schön. Sollte ich nach Schweden ziehen, würde ich allerdings eher etwas außerhalb leben wollen…

Nach dem Heimflug von „Stockholm-Arlanda International Airport (ARN)“ zum Kölner Flughafen hatte ich noch einen ganzen Tag in meiner Heimatstadt, den ich zum Aus- und erneuten Einpacken meiner Reisetasche nutzte. Diesmal sah der Inhalt der Tasche allerdings etwas anders aus, da die folgenden Wochen eher Mountainbike-lastig ausfallen sollten. Also mussten noch Fahrradhosen und -trikots, Handschuhe, Werkzeug, Protektoren, Helm, etc. mit ins Gepäck.

Zwei Tage später waren wir dann nach ~700km Fahrt am Tegernsee, genauer in Holz, Bad Wiessee, angekommen. Kaum da erkannte ich wieder, wie toll ich doch die Berge finde – nicht nur mit dem Hintergedanken, dass man die Berge super mit dem Rad hinunterfahren kann, sondern auch vom reinen Aussehen her. Meine Beschäftigung bestand dort unten größtenteils aus Fahrrad fahren, Lesen (Stieg Larssons Millenium-Trilogie – oder vielmehr den zweiten und dritten Teil) und Schlafen. Das Fahrrad fahren wurde mir dadurch arg erleichtert, dass Robins Vater so nett war, mir sein Garmin GPS-Gerät zu leihen, wodurch ich die Routen, die so im Internet herumgeistern, nachfahren konnte. Außerdem wurde ich über mein Lieblingsforum von jemandem angeschrieben, der mich fragte, ob wir mal gemeinsam fahren sollen, da er am Tegernsee (bei Bionicon) arbeitet und dort öfter Rad fährt. Das Ergebnis war eine schöne, wenn auch technisch recht anspruchsvolle, Tour, die mir auch den einzigen Kratzer (am Kinn) bescherte, nachdem ich mit zu hoher Geschwindigkeit auf Schotter-/Steinstrecke einen Baum „umarmte“…

Neben Radfahren und Lesen ergab sich relativ spontan auch noch ein Treffen mit „Burny“, den ich schon länger hatte treffen wollen. Wir verbrachten einen wirklich angenehmen Tag miteinander, redeten recht viel – was für meine Verhältnisse recht ungewöhnlich ist –, aßen Pizza und tranken Weizenbier (okay, nur ich…). Das Treffen bestätigte mir wieder einmal, wie toll Twitter doch als Plattform zum Kennenlernen von Menschen ist. Ihm folgte ich nämlich schon seit langer Zeit.

Neben einem Tagesausflug nach Salzburg und an den Königssee, wo ich mir endlich mal eine Brille zum Radfahren kaufte, so wie zur Pertisau-Alm am Achensee ist ansonsten eigentlich nichts passiert. Nicht mal besonders viele Fotos habe ich gemacht…

Nach etwa 2 1/2 Wochen ging es weiter zum Bodensee, wenn auch nur für vier Tage. Es hatte sich nämlich im Laufe des Jahres noch recht kurzfristig ergeben, dass ich zur Eurobike wollte und bei Christian übernachten durfte. Damit ich nicht erst die 700km wieder nach Hause und dann mit dem Zug nach Friedrichshafen am Bodensee fahren muss, bauten wir also noch einen kurzzeitigen Zwischenhalt von 4 Tagen am Bodensee ein.
Dort fuhr ich nicht sonderlich viel Fahrrad. Das lag aber hauptsächlich daran, dass an einem Aufstieg, den ich 30km von der Ferienwohnung entfernt fuhr, eine Schraube an meinem Fahrrad brach, was mir den Einsatz des Rades im Gelände ziemlich kaputt machte.

Stattdessen fuhren wir zum Rheinfall von Schaffhausen rüber in die Schweiz. Vorher stärkten wir uns noch im Dom Café (sehr empfehlenswert!) in Konstanz mit frischen Burgern und Suppe. Der Rheinfall war zum Glück kein „Reinfall“, was wir aber schon wussten, da wir ihn zum dritten oder vierten Mal im Laufe der letzten zehn Jahre besuchten. Besonders am Nationalfeiertag der Schweiz ist ein Besuch dort empfehlenswert, denn an diesem Feiertag findet direkt über dem knapp 100 Meter breiten Wasserfall ein spektakuläres Feuerwerk statt!


Nach dem Kurzbesuch, dem wir dem doch wieder sehr schönen Bodensee abstatteten, ging es dann zu Christian weiter, der in einem kleinen Kaff wohnt, das ein paar Kilometer von Ravensburg entfernt ist. Dort verbrachte ich ein sehr schönes (stark) verlängertes Wochenende mit ihm und „H4wk“. Wir fuhren circa 110km Fahrrad, was erst mal nicht nach viel klingt, in Anbetracht der überwundenen Höhenmeter dann aber doch wieder recht viel ist. Außerdem nahmen wir ein paar Videoclips auf, die zwar nicht sonderlich spektakulär sind, aber dennoch eine Erinnerung an den Spaß, den wir gemeinsam hatten, darstellen. Der Trail, zu dem Christian uns führte, hat mich sehr begeistert. Er war schön „flowig“, beinhaltete viele (für mich) springbare Rampen und war schön schnell fahrbar und trotzdem relativ lang. Hach, was gäbe ich darum, so einen Weg als „Hometrail“ zu haben. Stattdessen muss ich mit einer Bergbauhalde in 20km Entfernung vorlieb nehmen, die eine Höhe von 110m hat… Naja, besser als nichts.

Hier noch ein zusammengeschnittenes Video, das eigentlich schon in den Osterferien diesen Jahres fertig werden sollte – daher sind auch Fahrradteile, Anziehsachen und Helm im Video sehr verschieden teilweise…


When fun meets nature von ~/Mr X\~ auf MTB-News.de

Am Tag der Eurobike ging es ziemlich früh los und ich war sehr müde, da ich den Fehler machte, den zweiten und dritten Teil der Millenium-Trilogie noch bis spät in die Nacht auf Blu-Ray zu schauen. Die Euro-Bike war dann aber dennoch ziemlich interessant, brachte allerdings ein kleines Problem mit sich: Sie ließ den Wunsch nach einem Liteville-Fahrrad und einer Lupine-Lampe in mir wachsen. Nicht so gut! Obwohl ich so was schon oft sah, war es wieder mal spannend, die Dirtbiker auf der Strecke mit großen Rampen springen zu sehen. Es ist einfach faszinierend, wie die Profis ihre Räder unter sich hindurchmanövrieren, Rückwärts- und Vorwärtssaltos machen und, als sei es nichts, meterhoch springen. Ein Video von den Dirtjumpern der Eurobike habe ich nicht, aber hier ein Video der iXS Dirtmasters in Winterberg, das ich Anfang des Jahres hochlud. Von den Sprüngen her ist es ähnlich wie das, was wir auf der Eurobike sahen:

Ansonsten gab es – von den zahlreichen Ständen der Hersteller – noch die riskanten Hüpfereien eines „Trial“-Profis zu sehen:


Eurobike 2011 – Trial von ~/Mr X\~ auf MTB-News.de

Nach der langen Zeit, die ich von zu Hause weg war und Nathalie nicht sah, war ich dann aber am Sonntag – nach sieben Stunden Zugfahrt – doch ganz froh, endlich wieder zu Hause anzukommen und wenigstens noch zwei Ferientage mit meiner Freundin zu verbringen. Insgesamt waren diese voraussichtlich letzten Sommerferien meines Lebens eine der schönsten, die ich bisher verbringen durfte. Ich hatte viel Spaß, habe sehr nette Menschen und viel Gastfreundschaft kennengelernt, hatte äußerst wenig Langeweile, das Wetter war im Durchschnitt ziemlich gut und generell war alles einfach ziemlich toll!

Was neben diesem „Ferienbericht“ noch zu erwähnen wäre:

Neben meinem Flickr-Account kann man meine Fotos nun auch bei 500px betrachten, bewerten und kommentieren. Dort werde ich allerdings nur meine besseren Fotos hochladen.

Ich werde mit Nathalie zusammen bald bei einem Fotoshooting bzw. Workshop als unprofessionelles Modelteam sein, was ziemlich cool ist. Wir bekommen dafür Geld, die Fotos, die entstehen und werden hoffentlich auch Spaß dabei haben. Der Workshop richtet sich nur an Frauen und behandelt das Thema Paarfotografie (im Alltag). Hier ein Link: „Candid Couples“-Workshop in Siegburg

Um nach diesem kurzen Intermezzo vor der Kamera auch wieder hinter der Kamera aktiv werden zu können, bin ich als „offizieller Photograph“ beim Twittertreffen „Twessen“ tätig. Diese Position wurde mir von den Sponsoren (Zoover.de-Hotelbewertungen) angeboten, nachdem sie meine Twoeln-Fotos damals recht cool fanden. Ich bin gespannt darauf und hoffe, dass ich zufriedenstellend arbeiten werde… Wer auch bei #twessen dabei sein möchte, möge sich hier anmelden.

Entschuldigt bitte, dass der Blogpost recht foto- und videolastig geworden ist. Ich wollte meine Eindrücke nur auf schnelle Weise mitteilen und dazu eignet sich meines Erachtens nach ein Bild oder Video einfach besser.

Liebe Grüße,

Patta

 

 

 

8 Replies to “Meine letzten Sommerferien”

  1. Das klingt nach erstklassigen Ferien… Die Begeisterung is sogar in der Erzählung noch da und echt ansteckend 🙂
    Warum ich mich aber zu Wort melde: Was für erstklassige, wunderbare Fotos! Nur Hobby? Oder Beruf? Auf jeden Fall solltest da da was daraus machen! Postkartenqualität! Mit welcher Kamera arbeitest du denn?

    Ganz liebe grüße,
    Evi

  2. Hallo Patta, freut mich das du deine Sommerferien im vollen Zügen genießen konntest. Ach ja, bei mir ist es schon ein bisschen länger her mit den Ferien. Viel Erfolg dir noch beim Fotografieren!

  3. Hey Patty!

    Es freut mich, dass dir deine Ferien so gut gefallen haben! Ich hatte leider etwas mehr Langeweile…
    Der Film, den du selbst geschnitten hast, gefällt mir gut. Am Anfang hatte ich zwar das Gefühl, dass du dich die ganze Zeit nur anstrengen musst und hochfährst, anstatt locker-flockig runter zu rasen, aber zum Ende hin wird der Film besser und die Sachen sehen auch fixer und schwieriger aus 😉

    1. Da liegt ja auch einiges an Zeit zwischen. Die ersten vier Minuten sind ja noch aus den Osterferien und der Rest danach entstand nach 3 Wochen Voralpen-Urlaub. =)

  4. Wenn ich das von dir bearbeitete und geschnittene Video so sehe, musst du mir, wenn wir uns das nächste Mal sehen, doch mal die Geheimnisse von iMovie erklären. 😀 Tolle Schnitte, schöne Bewegungen, wirklich nett anzusehen! 🙂

    Liebe Grüße,
    Katharina

  5. Wie ungewohnt schön die altbekannten Hometrails durch das 50er doch aussehen. Die Zeitlupe des „Trial-Fritzen“ ist sehr interessant. Ich glaube der hätte auch 10 Personen geschafft.

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