„Okay, 1330 am Bahnhof dann …“

„Okay, 1330 am Bahnhof dann …“

Anfang des Jahres wies mich @Sintaura darauf hin, dass eine Fahrt nach Hamburg per Mitfahrzentrale ja wesentlich günstiger sei als per Bahn oder gar mit dem eigenen Auto hochzufahren. Ich hatte schon öfter was von diesen abenteuerlustigen Trampern gehört, aber das Mitfahrzentralen-System war mir bis dato unbekannt. In diesem Blogpost möchte ich euch ein bisschen darüber erzählen.

Mitfahrzentrale? Was ist das überhaupt?

Mitfahrzentralen ermöglichen die Vermittlung zwischen Fahrtsuchenden und Fahrtanbietern. Fahrtanbieter sind in den Zentralen jeweils immer Privatleute, die ohnehin eine Fahrt – sagen wir mal von Köln nach Hamburg – antreten und in ihrem Wagen vier freie Plätze ungenutzt durch die Gegend fahren. Um die ohnehin angetretene Fahrt aus Umweltaspekten sinnvoller zu machen, bietet es sich für die Fahrer an, jemanden mitzunehmen. Neben dem Umweltaspekt, dass der Abgas-Ausstoß sich jetzt auf mehr als nur eine Person (den Fahrer) aufteilt, werden die Fahrer außerdem von den Mitfahrern anteilig bezahlt, um einen Ausgleich für die Benzinkosten für die (Mit)fahrt zu bieten.

Allerdings dürfen die Anbieter der Fahrt, die diese bei Mitfahrzentralen reinstellen, die Mitfahrt preislich nicht so gestalten, dass sie Gewinn erzielen – also dass die Einnahmen die Kosten für die reine Fahrt (Benzinkosten) übersteigen. Hier dazu ein Auszug aus den AGB des Anbieters „Mitfahrgelegenheit.de“ (powered by carpooling.com):

3.2.1 Verbot kommerzieller Nutzung

[…] Carpooling weist ferner darauf hin, dass der Anwendungsbereich des Personenbeförderungsgesetzes mit einer etwaigen Genehmigungspflicht für den Beförderer bereits dann eröffnet ist, wenn eine Beförderung mit Personenkraftwagen vorliegt, bei der das Gesamtentgelt die Betriebskosten der Fahrt übersteigt.

Theoretisch, wenn sich alle daran halten und angemessen viele Mitfahrer an einer Fahrt teilnehmen, hält sich der Preis also in Grenzen und ist recht fair und kann oftmals sehr gut selbst mit Sparpreisen der Bahn (ohne BahnCard) konkurrieren.

Fremde Leute, die einen fahren? Ist das nicht gefährlich?

Jein. Grundsätzlich ist es das und, wenn man besonders bedacht ist, sind solche Angebote auch nichts. Allerdings versucht Mitfahrgelegenheit.de (ich habe bisher nur Erfahrungen mit diesem Anbieter gemacht), die Gefahren möglichst zu verringern, indem sie die Erstellung eines Benutzerkontos verpflichtend machen. Allerdings könnte man auch dort einen falschen Namen, eine Handynummer einer Prepaid-SIM, die unter falschen Daten registriert ist, angeben. Gehen wir allerdings vom Guten im Menschen aus, ist das ganze eine vernünftige Angelegenheit. Man bekommt eine günstige Fahrt in angemessener Zeit und gut ist die Sache.

Wie funktioniert das Ganze, wenn ich eine Fahrt suche?

Da ich, wie gesagt, nur Mitfahrgelegenheit.de häufiger nutze, kann ich dementsprechend auch nur darüber berichten:

Eine Fahrt zu suchen ist ganz einfach; wie groß das Angebot ist, hängt maßgeblich von den gesuchten Orten und der Zeit ab. Bleiben wir mal bei dem Köln—Hamburg-Beispiel und dem kommenden Wochenende. Es wird nun also eine Fahrt von Köln nach Hamburg am Freitag gesucht:

Fahrtdatenschablone auf Mitfahrgelgenheit.de
Fahrtdatenschablone auf Mitfahrgelegenheit.de

Dazu trägt man nun auf der Startseite seine Daten ein. Bei ganz kleinen Orten muss man oftmals in Kauf nehmen, dass man nicht direkt von dort aus fahren kann. Zusätzlich zu Start- und Zielort kann man noch eine Umkreissuche von 0 bis 50km (in 10km-Schritten) starten, damit die Anzahl der Fahrten sich potentiell erhöht. Anschließend wählt man sein Datum und, je nach Flexibilität, die Toleranz. Auf dem Screenshot ist zu sehen, dass ich angemeldet bin; wenn man allerdings keine Fahrt anbietet, sondern nur sucht, ist kein Account notwendig, erleichtert aber einiges, da manche Fahrer die Handynummer/das Autokennzeichen nur für angemeldete Nutzer bereitstellen.

Screenshot der Ergebnisliste der Fahrtsuche
Ergebnisse der Suche mit Erklärung der Symbole

Auf dem Bild seht ihr, dass es für die gesuchte Strecke am gesuchten Tag eine recht große Fülle an Angeboten gibt. In der Suche treten oft auch Angebote auf, die mit dem DB-Logo gekennzeichnet sind. Dies sind gesponserte Angebote der Deutschen Bahn. Außerdem gibt es in den Ergebnissen auch hin und wieder mal Fahrten, die mit einem kleinen Zug auf grauem Grund gekennzeichnet sind. Dies sind Bahnmitfahrgelegenheiten. Wenn zum Beispiel jemand ein Fünfer-Ticket (Quer-durchs-Land-Ticket plus Zuzahlung pro Person, Schöner-Tag-Ticket, Schönes-Wochenende-Ticket, …) erworben hat, aber noch Platz für Mitfahrer auf seiner Karte hat, kann er die Mitfahrer zu einem anteiligen Preis auf seiner Karte mitfahren lassen und somit einen Teil der Kosten wieder rausholen.

Nun komme ich aber zum Hauptgeschäft: Den Auto-Mitfahrgelegenheiten. Die weiteren Symbole in der Ergebnisliste stehen für als ADAC-Mitglied der Zentrale bekannte Fahrer (gelbes ADAC-Logo), für die Kennzeichnung einer Direktfahrt zwischen den zwei Orten ohne Zwischenhalt (weißer Kreis auf grauem Grund), für die Kennzeichnung des Fahrers als Gold-Mitglied (Krone statt der normalen Personensilhouette), für eine „von Frauen für Frauen“-Fahrt (weißes Venussymbol auf grauem Grund), für die Verifikation des Fahrers durch Ausweisdokumente bei der Zentrale (kleines Ausweissymbol neben der Personenkennzeichnung), sowie für die Akzeptanz des zentraleeigenen Buchungssystems. Zu dessen Bedeutung komme ich später.

Hat man sich nun für eine Fahrt entschieden, geht es weiter zu den Details. Da der verifizierte ADAC-Fahrer mit Gold-Mitgliedschaft recht vertrauenswürdig scheint, nehme ich ihn mal als Beispiel. Das heißt aber nicht, dass nicht verifizierte Mitglieder ohne ADAC-Mitgliedschaft weniger vertrauenswürdig sind – genau genommen fuhr ich bisher fast immer mit welchen ohne jegliche Kennzeichnung.

Screenshot der Fahrtdetails
Details der Fahrt

Der ausgesuchte Fahrer ist augenscheinlich sehr gut. Alle Details sind im Grunde schon vor dem ersten Kontakt mit dem Fahrer geklärt und man muss beim Anruf oder der E-Mail bloß noch anfragen, ob wirklich noch Plätze frei sind und angeben, wie viel Gepäck man dabei hat. Seine Kontaktdaten, seine Bedingungen, Angaben zum Start- und Zielort und der Zustand seines Autos sind detailliert angegeben und vermitteln ein angenehmes Gefühl.

Um die Fahrt nun zu buchen, wäre es nun nötig, den Fahrer unter der angegebenen Nummer oder E-Mail Adresse zu kontaktieren. Wie ich vorher schon erwähnte, sind manche Details nur ersichtlich, wenn man registriert ist; das hängt aber vom Anbieter der Fahrt ab, da dieser angeben kann, wer die Daten sehen darf. In diesem Fall sind Kennzeichen und E-Mail-Adresse für nicht-registrierte Benutzer ausgeblendet. Ich habe zusätzlich noch die Handynummer verwischt, da dies nur ein Beispiel sein soll und es nicht um ihn als Person geht.

Das zuvor erwähnte und in den Fahrtdetails angegebene Buchungssystem wurde vor einiger Zeit von Mitfahrgelegenheit.de eingeführt, um die Fahrten für alle Beteiligten sicherer, verlässlicher und fairer zu gestalten. Eine gute Erklärung dazu findet ihr beim Anbieter selbst: Erklärung des Buchungssystems (externer Link)

Ist die Fahrt gebucht, kann es am entsprechenden Tag dann losgehen. Man trifft sich am vereinbarten Ort, verstaut sein Gepäck im Auto und wird zum Zielort gefahren; die Bezahlung findet üblicherweise am Zielort – also nach Erbringen der Leistung durch den Fahrer – statt. Allerdings habe ich auch schon mal nach wenigen Kilometern Fahrt bezahlt, damit der Fahrer das Geld direkt für eine Tankfüllung nutzen konnte.

Das klingt ja so weit ganz gut. Aber wie sind deine Erfahrungen?

Bisher habe ich durchweg ziemlich gute Erfahrungen gemacht. Ich habe schon einiges an Geld durch Nutzung dieses Systems gespart und trat dieses Jahr fast alle Fahrten, die weiter als 150km gingen, per Mitfahrzentrale statt mit dem eigenen Auto oder der Bahn an. Bis auf zwei Ausnahmen waren bisher immer alle Fahrer (über-)pünktlich – es wird auch empfohlen, fünfzehn Minuten vor Fahrtantritt am Startort zu sein – und in einem der beiden Fälle bekam ich zehn Minuten vorher noch einen Anruf, dass sich die Ankunft wegen eines Staus um ein paar Minuten verzögere. Was den Aspekt angeht, bin ich also sehr zufrieden.

Die Preise waren bisher auch weitgehend in Ordnung. Ich zahle für eine Fahrt von Duisburg – von wo aus ich meistens fahre – nach Hamburg bzw. umgekehrt jeweils 20€. Für mich als Mitfahrer ist das vollkommen in Ordnung. Viele Fahrer machen dadurch allerdings oftmals Gewinn. Ich bin nun schon in einigen Wagen mit LPG-Anlage mitgefahren, die trotz vollen Wagens dann 20€ nahmen – bei meiner letzten Fahrt fuhr der Fahrer sogar einen Bus, nahm sechs Personen mit und tankte LPG, womit er bei reinen Tankkosten von nicht mal 30€, aber Einnahmen von 120€ wäre. Darüber kann man sich ärgern, muss man aber nicht. Solang es für mich der günstigste Weg ist, ist das in Ordnung für mich.

Die Autos waren bis auf eine Ausnahme bisher auch in Ordnung. Bei dieser einen Ausnahme, einer Fahrt nach Berlin nämlich, wurde ich in einem etwa 20 Jahre alten Opel Omega mitgenommen, der von außen deutlich sichtbare Roststellen, Beulen und wasweißichnoch hatte und auch von innen ziemlich heruntergekommen war und jede Menge Müll beinhaltete. Außerdem machte der Fahrer noch einen Zwischenhalt auf dem Weg nach Berlin, um eines Heckscheibe für seinen anderen Wagen abzuholen. So etwas hatte ich bisher auch sonst nicht mehr …

Fahrweise und Geschwindigkeit sind eine Sache für sich. Ich fuhr schon mit jemandem, der mit fast durchgehend 80 km/h den Weg vollzog, aber auch schon mit jemandem, der, wo die Geschwindigkeit nicht begrenzt war, 210 km/h fuhr. Ich fühlte mich aber bisher jedes mal sicher. Ich fuhr bisher noch nirgends mit, wo ich Angst um mein Leben hatte. Alle Fahrer hielten sich bisher an die geltenden Verkehrsregeln und fuhren sicher.

So viel zum positiven Teil. Ein negatives Erlebnis hatten @girlontravel und ich einmal, als wir vom Hamburger Hauptbahnhof zum Frankfurter Hauptbahnhof gefahren werden wollten. Mareike hatte die Fahrt mit dem Fahrer abgemacht, aber dummerweise vergessen, eine Handy- oder Telefonnummer zu erfragen. Der Kontakt lief nur per E-Mail ab und irgendwann hörte der Fahrer auf, zu antworten und war dann am Ende auch nicht am anfangs abgesprochenen Ort zu sehen. Wir warteten – mehr oder minder verzweifelt – eine halbe Stunde, schauten, mobilem Internet sei Dank (there’s an app for that!), nach Ersatzfahrten und wurden nach drei vergeblichen Anrufen dann auch fündig: Ein nur Englisch sprechender Fahrer mit von sixt geliehenem Wagen, der nur mit Socken fuhr. Der Tag war schon ein Erlebnis. Aber die Fahrt verlief ohne Probleme und alles war gut. Gegen abgesagte Fahrten soll, so die Idee von Mitfahrgelegenheit.de, auch das Buchungssystem helfen.

Screenshot meiner Bewertungen
Meine Bewertungen

Apropos Buchungssystem: Ein Vorteil des Systems ist, dass man Bewertungen für Fahrer und Mitfahrer angeben kann. In meinem Fall wurde das allerdings eher zum Nachteil, denn der bewertende Fahrer hat das Bewertungssystem offenbar nicht verstanden und mir trotz bester Bewertung (100%) für Pünktlichkeit, Einhaltung der Abmachung und allgemeinem Wohlbefinden beim Mitnehmen nur einen Stern – offenbar mit Schulnoten verwechselt? – gegeben. Leider kann ich dagegen nichts ausrichten. Ich schrieb die Betreiber von Mitfahrgelegenheit.de bereits an, allerdings wollen diese, was ich aus ihrer Sicht auch verstehen kann, Bewertungen nur mit Einverständnis/Rückmeldung des Bewertenden ändern. Da dieser allerdings nicht auf meine E-Mail reagierte, muss ich nun leider mit dieser blöden 1-Sterne-Bewertung leben und hoffen, dass sich durch mehr Nutzer des Buchungssystems meine Gesamtwertung bessert. (Update vom 23. August: Dem Mitfahrgelegenheit.de-Support sei Dank, ist das Problem nun auch geklärt und meine Bewertung steht nun auf fünf Sternen. Außerdem haben sie mit ihrem Twitter-Account auch gleichzeitig meinen Blogpost weiterverbreitet. Danke dafür!)

Und wie ist das für Fahrer?

Da ich hauptsächlich mitfahre, anstatt selber Fahrten anzubieten, schrieb ich so detailliert nur über diese Seite. Beim Anbieten von Fahrten ist es aber ähnlich einfach: Account erstellen, Handynummer verifizieren (SMS), Fahrt einstellen (Angabe der Regelmäßigkeit, der Strecke, der Kosten und der Kontaktmöglichkeiten), fertig. Bisher habe ich nur eine Fahrt angeboten, aber auch das verlief völlig problemlos.

Fazit

Insgesamt bin ich mit diesem System äußerst zufrieden. Was allerdings wirklich etwas problematisch ist, ist der soziale Aspekt. Ich bin eher introvertiert und überhaupt kein Mensch für Smalltalk. Bisher hatte ich zum Glück nie eine Fahrt, die mich als alleinigen Mitfahrer und die Smalltalk-aufdrängende Art des Fahrers verbindet. Außerdem kann die Musik etwas gewöhnungsbedürftig sein. Da ich die Fahrten aber wegen des Preises und nicht wegen der sozialen Komponente buche, habe ich auch kein Problem damit, mir Kopfhörer in die Ohren zu stopfen und gegebenenfalls auch zu schlafen.

Ich kann die Sache also nur empfehlen und ziehe Mitfahrgelegenheiten gern einer oft teureren Bahnfahrt oder Anreise mit dem eigenen Auto vor.

Neben Mitfahrgelegenheit.de bin ich auch beim noch recht jungen Anbieter Flinc angemeldet, der recht vielversprechend klingt – besonders, weil dort bei Nutzung bestimmter Navigationssysteme die Fahrtdaten auch direkt dorthin zur Mitfahrt übermittelt werden können –, allerdings mangelt es bisher noch etwas an Benutzerbasis, die bei solchen Diensten allerdings die wichtigste Komponente ist.

Ich würde mich über Kommentare zu euren Erlebnissen bei Mitfahrzentralen freuen!

Update (24. März 2013)

Nach einem Kommentar von Flo heute hier ein Hinweis auf seinem Blogpost zum Thema der veränderten Gebühren bei Mitfahrgelegenheit.de, wenn das Buchungssystem genutzt wird: Mitfahrgelegenheit und das Buchungssystem

Update (3. April 2013)

Hier auch noch ein Artikel in der taz zum Thema.

11 Replies to “„Okay, 1330 am Bahnhof dann …“”

  1. Hallo,

    auch wir sind gerade in Deutschland gestartet. Insgesamt bieten wir unseren Service nun in zehn europäischen Ländern an.

    BlaBlaCar ist kostenlos und bietet eine Social Media Community rund um das Thema. Durch Bewertungen sowohl für Fahrer als auch für Mitfahrer sowie eine anonyme Fahrstilbewertung der Fahrer fahrt ihr bei uns auch sehr sicher.

    Guckt doch einfach mal unter http://www.blablacar.de vorbei!

    Dominik vom BlaBlaCar-Team

  2. Zugegeben, ich habe deinen Blog jetzt mehr oder minder überflogen, denke aber, dass dieser Beitrag ein kleines Update verdient hätte.
    Ab dem 27.03.13 wird das Buchungssystem (inkl. Gebühren) für alle ab diesem Zeitpunkt eingestellten Fahrten verpflichtend. Die Gebühren belaufen sich dabei für den Fahrer auf satte 11% von den Einnahmen. Dabei ist es egal, ob der Fahrer das Online-Zahlsystem oder Barzahlung bei Fahrt auswählt.

    Ich rate mittlerweile vielen meiner Mitfahrer davon ab, dieses Portal zu nutzen, wenn sie zumindest ihre Daten schützen und ihren Geldbeutel schonen wollen. So ziemlich jeder Fahrer wird diese Gebühren auf seine Mitfahrer umlegen (wollen).
    Als Alternativen haben sich zwischenzeitlich fahrgemeinschaft.de und flinc.org herausgestellt. Die mitfahrzentrale.de braucht man auch nicht anzusteuern, da sie von der gleichen Firma wie mitfahrgelegenheit.de betreut wird, nämlich carpooling GmbH in München.

    1. Danke für deinen Kommentar! Von den geplanten Änderungen habe ich leider auch schon per Mail erfahren und bin gespannt, wie sich die Preise entwickeln werden. Bei Flinc bin ich auch schon länger angemeldet, allerdings finde ich es komplizierter und schwieriger als bei Mitfahrgelegenheit.de, dort jemanden zu finden, bei dem ich mitfahren kann. Auch ist die Nutzerbasis kleiner und die Fülle der Fahrten ist noch deutlich eingeschränkter.

      1. Das stimmt allerdings. Bei Flinc müssen beide Seiten „aktiv“ werden. Danach kann man sich recht entspannt zurücklehnen und warten, was das Suchsystem dort ausspuckt. Das Manko mit der Nutzerbasis stimmt leider. Bisher hatte ich nur einen Mitfahrer flinc gefunden.

        Das Üble bei mitfahrgelegenheit.de ist zudem noch, dass Fahrer und Mitfahrer belauscht und überwacht werden (können), dankt Bonitätsauskunft und Bilden von Bewegungsprofilen. Was und wieviel dabei an die Investoren (u.a. Daimler und ADAC) fließt, will ich ehrlich gesagt, gar nicht wissen.

  3. Informativer Artikel zum Marktführer in Sachen Mitfahrgelegenheiten. Das neue Buchungssystem ruft lt. dem offiziellen Diskussions Forum (Gästebuch) der Seite jedoch gemischtes (positives/negatives) Nutzer Feedback auf.
    Wer seine MFGs klassisch ohne Zusatzkosten und Buchungssystem anbieten möchte der kann ja nach Alternativen Mitfahrbörsen googlen, da gibt es viele 100% kostenlose Anbieter/innen!

  4. Toller Beitrag, schön geschrieben. mitfahrgelegenheit.de ist einfach nur top und ich würde mir wünschen dass alle nur noch das Buchungssystem nutzen würden. Wie Du beschrieben hast sind die Bewertungen der Fahrer soooo wichtig um sicher zu sein dass auch alles klappt.

  5. Nutze das System (als mitfahrer) auch recht häufig und hab durchweg positive erfahrungen gemacht. Zumindest positivere als bei der Bahn – und das für weniger Geld.

    Es war auch bisher immer ziemlich ausgeglichen was den Geschlechteranteil angeht – man braucht also auch als Frau keine Angst zu haben behaupte ich jetzt mal so. Es gab bisher nur eine Fahrt wo keine Frau dabei (dafür aber durchaus öfter mal eine Fahrt wo ich der einzige Mann war^^) und das auch nur weil ich der einzige Mitfahrer war.

    Die meisten Fahrer achten auch darauf nur drei Mitfahrer mitzunehmen, sodass sich hinten keine 3 Leute hinquetschen müssen.
    Sowas kann man aber ja auch vorher erfragen wenn es einen stört (was bei 500km durchaus schon mal der fall ist)

    Nur empfehlenswert ;)

    1. Stimmt, das mit der Anzahl an Mitfahrern ist wahr. Bei dem Bus, von dem ich sprach, waren alle Sitze voll belegt, was ich nicht allzu toll fand, da ich 400km mit völlig Fremden dicht an dicht sitzen musste. War aber auch die einzige Ausnahme. Das mit dem Geschlechteranteil war bei mir bisher meist ähnlich ausgeglichen.

  6. Also ich hab bisher 2 mal Fahrten angeboten, und hatte immer nette Mitfahrer.
    Ich kann auch nur gutes über Mitfahrgelegenheit.de berichten.
    Es hat immer alles gut geklappt.

    Lg
    Diana

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