Mein iPod und ich – erweiterte Version eines Gastbeitrags

Mein iPod und ich – erweiterte Version eines Gastbeitrags

Schon vor einiger Zeit begann Robert mit der Reihe „Mein iPod und ich“, in dem zunächst er und dann auch einige andere den Inhalt ihrer mobilen Mediathek präsentierten. Es ist auch schon lang her, dass er mich fragte, ob ich nicht auch mit einem Eintrag dazu beitragen wolle. Da ich nie wirklich beschreiben konnte, was mir an den Alben, die ich so liebe, gefällt, habe ich meine Entwürfe immer wieder weggeschmissen und das ganze beiseite gelegt. Ganz zufrieden bin ich immer noch nicht, hier ist aber nun meine Version. Für den Gastbeitrag in seinem Blog habe ich eine gekürzte Version verwendet, die das ganze vorherige Gebrubbel überspringt und fast direkt mit dem Mediathekinhalt anfängt. Hier möchte ich jedoch die vollständige Version zeigen.

Meine Applekarriere begann im Alter von 12 Jahren. Eine Klassenkameradin kam damals mit einem grünen iPod Mini in die Schule und es war das erste Applegerät, das ich bewusst wahrnahm. Ich nahm ihn in die Hand und wusste: so ein Teil möchte ich auch haben. Da die Preise allerdings schon damals im Verhältnis extrem hoch waren und ich ja, so dürften meine Eltern argumentiert haben, schon einen „MP3-Stick“ hatte, fiel das ganze erstmal flach. Einige Monate später kam dann jedoch meine Konfirmation, zu der ich etwas Geld bekam, wovon ich mir einen iPod nano kaufte. Mein erstes Appledevice und der Einstieg in die Welt des vernünftigen Musikhörens; die Navigation durch die darauf befindlichen Songs war beim MP3-Stick nämlich ganz grässlich und der iPod nano – ein schwarzes Modell mit 4GB Speicher der ersten Generation – dagegen eine echte Offenbarung. Ich liebte das Clickwheel, die Handlichkeit und war völlig fasziniert, dass so viele Songs auf so ein kleines Gerät passen. Ich erinnere mich noch an ein Werbeplakat von Apple, welches damit warb, dass man 1000 Songs in seiner Hosentasche haben könne. Visualisiert wurde das dadurch, dass zig Cover neben dem iPod nano dargestellt waren, welche in den iPod hinein „flogen“.
Nach einiger Zeit wurde der iPod dann aber verkauft, da ich ein neues Objekt der Begierde gefunden hatte – den nano der zweiten Generation. Dieses farbige Alu ums Display fand ich einfach toll. Der Formfaktor war weitgehend derselbe und die Bedienung auch. Da ich für meinen ersten iPod nicht so viel Geld bekam wie erhofft, musste ich den zweiten gebraucht kaufen, was aber nicht weiter schlimm war. Ich bekam bei eBay ein brandneu aussehendes „refurbished“, also generalüberholtes, Gerät. 8GB und in herrlichem Rot. Ein Traum!
Dieser begleitete mich dann eine ganze Weile, um dann irgendwann durch einen iPod touch der ersten, dann der zweiten Generation ersetzt zu werden – immer in der größtmöglichen Speicherkonfiguration. Nebenbei bekam ich immer öfter etwas vom iPhone mit, war aber erstmal nicht allzu begeistert – mein Handy benutzte ich nämlich so gut wie nie und außerdem war es auch damals schon deutlich teurer als ein iPod touch.

Zum 3GS hin hatte es mich aber gepackt. Erneut war ein Klassenkamerad Schuld, der eines Tages mit dem Gerät in die Schule kam. Als ich die Möglichkeiten entdeckte, die so ein mobiler Internetzugang mit sich bringt, war ich Feuer und Flamme. Das Überreden meiner Eltern war ein hartes Stück Arbeit, nach knapp zwei Wochen konnte ich dann aber ein schwarzes iPhone 3GS mit 32GB Speicherkapazität in Händen halten. Die Bedienung war mir schon vom iPod touch bekannt und im Gründe änderte sich generell eher wenig. Damals waren nicht mal die 200MB Datenvolumen im Monat eine Einschränkung. Vielleicht aber auch nur, weil ich wusste, dass mich jedes weitere Megabyte 50ct kosten würde …
Nach dem 3GS folgte ein iPhone 4S mit 64GB und nun ein iPhone 5 mit derselben Kapazität.

Mit den Geräten nahm ich immer auch ein Stück meiner Musikbibliothek, die sich über die Jahre langsam vergrößerte, mit. Mittlerweile dürften aber nur noch wenige Songs auf dem iPhone zu finden sein, die ich damals auf meinem ersten Nano hatte.

Kommen wir nun aber zu dem Teil, auf den diese Reihe abzielt: den Inhalt der Musiksammlung. Ich wähle immer die größtmögliche Gerätekonfiguration, um unterwegs möglichst flexibel zu sein und weil ich meine Songs im sogenannten Apple Lossless Audio Codec von CDs rippe, was bei einer Bitrate von 500-1500 kBit/s bei einem dreiminütigen Song schon in etwa 23 MiB Dateigröße resultiert.

(Ab hier ist der Eintrag genau so wie bei Robert hier zu finden.)

Lieblingsalben

21 von Adele
Zig mal gehört und ich könnte es immer wieder tun. Adele gehört definitiv zu meinen Lieblingskünstlerinnen und ihre Songs sorgen immer wieder für Gänsehaut und auch die Liveauftritte sind der Wahnsinn!

Amos Lee – Amos Lee
Ein wunderbares Album zum Zurücklegen und Entspannen – so höre ich es auch meist. Kopfhörer aufgezogen, Album angemacht und dann aufs Bett oder den Sessel gelegt und die Augen geschlossen hört es sich immer noch am besten.

Angels & Airwaves – I-Empire
Auf diese Band stieß ich mal durch Jan und das Album ist schnell zum Liebling der Sammlung geworden. »We don’t need a whisper« und »Love« sind zwar auch beide (bzw. alle drei; Love ist auf zwei Teile aufgeteilt) alles andere als schlecht, mit Call to Arms und Everything is magic beinhaltet I-Empire aber zwei wirklich herausragende Songs, die mich beim Autofahren gern mal dazu verleiten, mal etwas schneller zu fahren, weswegen ich das Album auch besser nur auf begrenzungsfreien Autobahnen abspiele … Manchen mag die Band durch den Song Epic Holiday bekannt sein, welcher sich auf Love: Part One befindet

Barenaked Ladies – Hits from yesterday and the day before
Die Band, die vielen durch den Big Bang Theory Titelsong bekannt sein dürfte – der Song ist übrigens länger als er im Intro vermuten lässt – kam durch eine Freundin in die Musiksammlung und hat es dort auch schon drei iPhone-Generationen überlebt. Mit einer Mischung aus Pop, Rock und Country beweisen die Songs eine recht große Vielfalt und Brian Wilson sowie One Week bringen mich immer wieder zum Feiern.

Coldplay
Hier kann ich kein Lieblingsalbum nennen, da ich alle mag. X&Y und Parachutes stechen allerdings in der Reihe für mich positiv hervor.

Dire Straits – Sultans of Swing, The Very Best Of
Ein toll zusammengewürfeltes Best Of Album. Wenn Mark Knopfler eine Gitarre in die Hand bekommt, kann es eigentlich nur großartig werden. Besondere Lieblinge sind Sultans of swingPrivate investigationMoney for nothingBrothers in Arms – wobei ich hier die Albumversion vom ebenso benannten Album lieber mag, da sie länger ist – und die großartige Liveversion von Your latest trick. Tolles Album, nur zu empfehlen!

Ed Sheeran – +
Ob es an den roten Haaren liegt, dass ich Ed so sympathisch finde? Vielleicht. Sein Album kann aber auch einiges. Und es kostete mich auch nur wenige Versuche, bis ich You need me I don’t need you vollständig und in richtiger Geschwindigkeit mitsingen konnte.
Da es 2011 ziemlich gehypet wurde, muss ich zum Album ansonsten wohl nichts mehr sagen.

Coverflow_2

Eric Clapton – Story
Auch, wenn Tears in Heaven ein schöner Song ist und er unter traurigen Umständen entstand, habe ich ihn einfach schon zu oft gehört. Und dass er wohl sehr vielen als einziger Song von ihm bekannt ist oder auf Anhieb einfallen dürfte, ist schade. Songs wie Layla und Cocaine haben von diesem weiteren Gitarrenvirtuosen einiges zu bieten!

The Fray – How to save a life
Besonders bei dem Song, nach dem das Album benannt wurde habe ich zwar immer das Gefühl, dass der Sänger ein bisschen was getrunken hat, bevor das Lied aufgenommen wurde, aber dennoch verbinde ich hiermit einiges und das Album hat mich schon durch einige tränenreiche Zeiten begleitet.

Jack Johnson – Brushfire Fairytales
Flake kriegt mich immer wieder. Ein gutes Album!

Jamie Cullum – The Pursuit
Bei Jamie hatte ich wirklich Schwierigkeiten, mich für ein besonderes Lieblingsalbum zu entscheiden. Da The Pursuit aber mein erstes Album von ihm war und dort auch ein 5-Sterne-Song mehr zu finden ist, wähle ich dieses als mein Lieblingsalbum. Seine Songs sind eine großartige Mischung aus Jazz und Pop, toll instrumentiert und seine Stimme ist der Wahnsinn – auch live eine Wucht. Sein Auftritt beim Elbjazz im Hamburger Hafen waren jedenfalls das beste Konzert, auf dem ich bisher war. Außerdem schafft er es, die deutlich bessere Version von Don’t Stop The Music zu vertonen. Lieblingssongs zu nennen ist hier fast schon unsinnig, da der schlechteste Song der sechs Alben in meiner Mediathek drei Sterne hat und alle anderen vier oder meist auch fünf. Ohne Jamie geht es nicht.

Jason Mraz – Mr A-Z
Um mich selbst zu zitieren: »Der Song ist nicht schlecht, aber bei dem ganzen Repertoire verstehe ich wirklich nicht, warum ausgerechnet I’m Yours so gehypet ist – es gibt so viele bessere Songs von ihm!« Wer sich ein Bild machen möchte, hier eine kleine Mischung zum Reinhören: Geek In The Pink (Mr A-Z), Mr Curiosity (Mr A-Z), Song for a friend (an sich Mr A-Z, die Liveversion auf Selections for Friends ist aber besser), Dynamo of Volition (We Sing. We Dance. We Steal Things, besser aber auf: Jason Mraz’ Beautiful Mess: Live on Earth)

John Mayer – Heavier Things
Neben Jamie Cullum ein weiterer Liebling. Durch einen Blogpost von Jan, der wirklich alles wichtige sagt, stieß ich auf ihn und die Liebe ließ nicht nach. Heavier Things und dicht dahinter Continuum sind auf meiner Lieblingsalbenliste ganz weit oben mit dabei. Die neuesten Alben sind countrylastiger und kosteten mich etwas Gewöhnung, aber mittlerweile mag ich auch sie. Auch John kann auf der Gitarre einiges.

Kings of Convenience – Declaration of Dependence
Der Name der Gruppe ist Programm. Alle drei Alben, die ich von ihnen besitze, missbrauche ich oft dazu, in Ruhe da zu liegen und in Gedanken abzuschweifen.

Linkin Park – Hybrid Theory und Meteora
Beide Alben habe ich in der Zeit nach einer Trennung für mich entdeckt. Zum Gedanken ausblenden und Laufen ideal und – ich werde alt! – besser als die neueren Werke.

Ludovico Einaudi – Islands
Der etwas klassischer angehauchte Teil meiner Mediathek. Für absolute Tiefenentspannung oder auch mal zum Autofahren gut geeignet. Ich finde es immer wieder faszinierend, wozu mein Hirn so fähig ist, in dem es sich zur Musik Szenarien mit Landschaften und Personen aufbaut. Vielleicht ist einigen das Schaffen Einaudis aus Ziemlich beste Freunde bekannt?

Coverflow_1

Noel Gallagher’s High Flying Birds
Mit Nirvana konnte ich irgendwie nie so richtig viel anfangen, bei diesem Soloalbum ist das aber anders. Tolles Stück Musik!

Of Monsters And Men – My Head Is An Animal
Lässt mich immer wieder von Urlaub in Island oder Skandinavien träumen.

Pink Floyd – The Dark Side of the Moon
Neben der Auszeichnung zum liebsten Plattencover ist auch der Inhalt großartig. Ich kann nicht wirklich behaupten, dass ich die Songs alle verstehe, aber vielleicht fehlen mir dafür auch einfach die Drogen. Wunderbar ist das Album allemal! Direkt daran schließt sich Wish You Were Here und kurz danach The Wall an.

Porcupine Tree – In Absentia und The Incident
Progressive Rock findet sich in meiner Mediathek eher weniger, Porcupine Tree finde ich allerdings großartig. Besonders der Song Time Flies ist einer meiner All-Time-Favourites.

Queen – Made In Heaven
Lieblingsalbum, obwohl es erst nach Mercurys Ableben zusammengefrickelt wurde. Schönes Ding!

The Script – The Script und Science & Faith
Die beiden „Breakup Alben“. Nicht nur, weil ich mich dadurch verstandener fühlte, sondern auch, weil jeder Song der beiden Alben sich mit eben diesem Thema befasst und es von verschiedenen Seiten angeht. Verbinde ich mit einigen Momenten und es hat noch immer die Kraft, mich hie und da zum Weinen zu bringen.

Neben diesen Lieblingsalben befinden sich außerdem noch einige Songs von 30 Seconds To MarsTwo Door Cinema ClubTracy ChapmanTenacious DThe Temper TrapSara Bareilles – neben Adele ein weiterer Liebling aus der Damenwelt –, Phil CollinsPendulumPassengerOneRepublicMy Chemical RomanceMindless Self IndulgenceMark KnopflerMando DiaoLana Del ReyKings of LeonImogen HeapHugh LaurieHoward ShoreGreen DayGenesis, Foo FightersEminemDie Toten HosenDie ÄrzteDaughtryDaft PunkBee Gees, und und und auf meinem iPhone. Natürlich auch der »greatest and best song in the world«, der, so vermuten es die meisten, von Tenacious D in Tribute besungen wird: Led ZeppelinStairway to Heaven. Dicht gefolgt von Bohemian Rapsody (Queen) Teil meiner All-Time-Favourites.

Da ich nicht das Geld habe, mir alles mögliche zu kaufen, nutze ich oft auch Spotify zum erstmaligen Reinhören in Alben und manchmal auch, um eine aktuelle Hörlaune zu befriedigen – Prinz Pi fällt hierunter, aber auch andere.

Für einen Überblick über sonstiges Hörverhalten könnt ihr euch ja mal mein LastFM-Profil ansehen, welches ihr hier findet.

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