Tag 0 – Rostock

Tag 0 – Rostock

Nun beginnt es also, mein kleines persönliches Abenteuer. Das Wetter hat beschert, was ich schon gar nicht mehr für möglich gehalten hätte – der komplette Tag war regenfrei. Nach den Kapriolen der letzten Tage eine gern gesehene Abwechslung. Die Anfahrt mit dem Auto vom Niederrhein hoch in den Norden nach Rostock verlief angenehm und ohne Staus.

Nach der Ankunft habe ich mich mit dem Rad Richtung Innenstadt begeben, um dort einen Twitterfollower der ersten Stunde zu treffen, wenn ich schon einmal hier bin. Zuvor musste ich mir jedoch erst noch den Weg durch widrige Böen kämpfen, die mich vom Vorankommen abhalten zu wollen schienen. Und dann kam noch ein Geräusch dazu, das mich sofort aufschrecken und das schlimmste befürchten ließ: In einem kleinen Moment der Unachtsamkeit durchquerte ich eines der zahlreichen Glasscherbenfelder, die ich auf der kurzen Strecke in die Innenstadt antraf, und mit einem lauten KALUNK, wie es nur von Fahrradreifen überfahrene Glasscherben zu produzieren vermögen, rollte ich. Zum Glück sind meine Reifen wohl pannensicher genug, denn bislang konnten beide Reifen ihren Druck halten.

In der Innenstadt angekommen führte mich @BluecherHRO durch selbige und zeigte mir die hübschen Ecken der Rostocker Mitte. Nach einem Softeis – wie könnte ich mit ihm auch keines essen‽ – beendeten wir unsere Tour durch die Stadt mit einem Besuch beim Italiener, bei dem mein Appetit und meine Augen größer als mein Hunger waren, sodass ich vor der riesigen Pizza kapitulieren musste.

Zum Abschied führte er mich noch zur Schlangenfigur am Rathaus, die zu streicheln Glück bringen soll. Da ich das sicher gut gebrauchen kann, überlasse ich nichts dem Zufall und gebe mich dem Aberglauben hin. Auf eine gute Reise!

Vor der Fahrt zum Fähranleger ein paar letzte Sachen gepackt und umgepackt und mich umgezogen und dann ging es los. Dort angekommen ging dann auch alles recht schnell. Ausweis vorgezeigt, eingecheckt, bummzackreturn, Gute Reise! Ab zum StenaLine-Eingang, vorher noch verabschieden und auf geht es.

Die Fähre ist groß für mich, der noch nicht oft im Leben auf Fähren gefahren ist, die mehr als eine Etage haben und nur kleinere Flüsse queren und ich habe Schwierigkeiten, mich in ihrem Bauch zurechtzufinden. Das Rad habe ich nach Anweisung zweier Einweiser in eine Ecke gestellt und mich dann nach oben begeben. Ohne gebuchte Kabine werde ich mir nun wohl irgendwo einen halbwegs gemütlichen und ruhigen Platz zum Ruhen suchen.

Das war es für heute. Gute Nacht! Ich bin gespannt, was der morgige erste Tag bringen wird.

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