Erinnerungen langlebig festhalten — Das Saal-Digital A3 Fotobuch

Erinnerungen langlebig festhalten — Das Saal-Digital A3 Fotobuch

Ende dieses Monats jährt sich meine Abreise in Richtung Nordkapp zum ersten Mal. Was neben Erinnerungen bleibt ist vor allem ein großer Haufen an Bildern. Ein so großer Haufen, dass selbst Skandinavien-Radreise-Enthusiasten wohl an ihre Grenzen kämen, würde ich all diese Bilder in einer Diashow – und bei dem Wort wird es den Ersten schon die Fußnägel hochrollen – zeigen wollen. Daher habe ich mich dazu entschieden, die vorhandenen Bilder so weit runterzukürzen und auszusortieren, dass ich eine noch so eben überschaubare Menge zusammenbekomme, die ich in Form eines Fotobuchs zusammenbekomme.

Vorweg schon einmal, da ich das nicht in einer kleinen Fußnote erwähnen möchte: Für diesen Testbericht erhalte ich von Saal-Digital einen kleinen Anreiz von 40€, der mir vom Fotobuchpreis abgezogen wurde. Auch ohne diesen Anreiz hätte ich allerdings alles genauso gemacht und ich habe auch zuvor schon dort bestellt und Anderen vom Hersteller vorgeschwärmt, ohne dass es einer Bezahlung bedurft hätte.

Die Schwierigkeit der Auswahl

Solang ich die fast 2’000 Bilder, die während der Reise ans Kap entstanden sind, nicht auf unter fünfzehn zusammengefasst bekomme, gibt es eigentlich nur eine sinnvolle Möglichkeit, die Bilder für die Ewigkeit festzuhalten – ein Fotobuch. Wandbilder wären eine Alternative gewesen, diese Präsentationsart werde ich mir aber für meine besonderen Lieblinge vorbehalten, denn ich lebe leider noch nicht in einem Loft mit massig Platz an den Wänden und einer Galerie. Zudem wäre es damit auch schwierig, anderen die Fotos zu zeigen, ohne sie erstmal zu mir einzuladen.

So utopisch die fünfzehn zusammenzufassenden Bilder von oben sind, so schwer fiel es mir selbst, die Menge der Bilder auf unter 400 runterzukürzen. Der Schritt von 1900 auf 850 Bilder ging mir noch halbwegs leicht von der Hand – letztlich sehen viele Straßenfotos eben doch relativ ähnlich aus und tragen in der Geschichte, die ich mit dem Buch erzählen möchte, nicht zu wirklich viel bei. Weiter ging es von 850 auf 630, wobei ich jedes Foto, das ich rausließ, fast ein wenig bedauerte. Schlussendlich kam ich dann von 630 auf zunächst 410 und letztlich auf 349 tatsächlich im Buch verwendete Bilder herunter.
Die meiste Zeit habe ich dafür verwendet, alle Bilder zu bearbeiten und auszusortieren. Das Erstellen des Fotobuchs ging ziemlich fix und war nach nicht einmal zwei Arbeitstagsabenden erledigt.

Schon bevor ich die endgültige Anzahl an Bildern kannte, die das Buch beinhalten würde, entschied ich mich für den „Experte[n] unter den Panorama-Fotobüchern“ – das A3 Fotobuch im Querformat. Durch einen früheren Kollegen lernte ich Saal-Digital kennen und war von seinem Hochzeits-Fotobuch sehr überzeugt, weswegen ich dort später auch des Öfteren einzelne Abzüge, aber auch Wandbilder bestellte. Fotobücher gab ich keine in Auftrag. Bis jetzt.

Der Fotobuchgestalter

Mein Prozess sah so aus, dass ich zunächst alle Bilder, die ich im Fotobuch haben wollte, als JPEG-Dateien exportiert habe. Hierfür habe ich im damals noch genutzten Aperture die höchste Qualitätsstufe und die originale Größe (nach Beschnitt) exportiert. Im Fotobuchgestalter, der SaalDesignSoftware, die neben Fotobüchern auch für alle weiteren Fotoprodukte genutzt wird, konnte ich dann anschließend loslegen. Positiv anmerken möchte ich hierbei, dass die Software durchgehend performant arbeitete, nie abstürzte und mit Funktionen wie Hilfslinien und Ausrichtung an eben diesen auch Funktionen anbietet, die viele Möglichkeiten öffnen. Die Software wird zudem auf dem eigenen Rechner installiert und lebt nicht in einem Browser, was ich persönlich für einen klaren Pluspunkt halte.

Kollagen waren noch nie so recht mein Ding, da ich es frei Hand nie hinbekomme, eine vernünftige Zusammenstellung zu bekommen, umso dankbarer war ich darüber, dass mir die meisten vorgefertigten Schablonen der SaalDesignSoftware weitgehend gefallen. Kleinere Anpassungen waren hie und da notwendig, aber alles an allem gefiel mir, was ich vor mir sah. Das tolle am Gestalter: Ich habe auch bei vorgefertigten Schablonen immerzu die Möglichkeit, einzelne Bildboxen neu zu skalieren, zu drehen oder sie gleich ganz zu löschen, sollte mir eine Vorlage zwar grundsätzlich zusagen, ich aber Detailänderungswünsche haben.

Beim Zusammenstellen hatte ich die Wahl, alle vorhandenen Bilder meines Vorauswahlordners automatisch auf die Seiten verteilen zu lassen – die Software würde dabei dann selbst Seitenlayouts auswählen und die Bilder nach ihrer Anordnung im Ordner sortiert einfügen. Das war mir aber dann doch etwas viel Automatisierung, weswegen ich mich dafür entschieden habe, für jede Seite selbst mein Layout und die Bilder dafür auszuwählen. Dadurch konnte ich meinen Lieblingen besonders prominente Plätze geben, während andere weniger wichtige Bilder, die ich aber dennoch nicht auslassen wollte, etwas kleinere Bildboxen bekommen haben. 

Die Hintergründe der einzelnen Seiten wollte ich schlicht halten, deswegen habe ich von der recht großen Palette, die mitgeliefert wird, Abstand genommen und mich allein auf sechs oder sieben Grundfarben und Verläufe beschränkt. Mir persönlich fallen keine Anwendungsfälle für die teils sehr kunterbunten Hintergrundbilder voller Details ein, bei etwas verspielteren Fotobücher findet sich dafür aber sicher Verwendung.

Screenshot der Saal Design Software in der Fotobuchansicht
Screenshot der Saal Design Software zum Gestalten des Fotobuchs

In einem ersten Entwurf hatte ich darüber nachgedacht, auch einzelne Textpassagen einzufügen, letztlich habe ich mich aber dagegen entschieden, weswegen der einzige Text, der im Buch zu finden ist, auf dem Cover prangt. Wenn ich anderen das Buch zeige, erzähle ich ohnehin an einigen Stellen immer ein bisschen, von daher muss das Buch nicht für sich stehen – obwohl die Bilder das meines Erachtens nach könnten.
Bei der Textgestaltung ärgerte ich mich zunächst über das Fehlen einiger Schriftarten, denn es wurden mir zunächst nur die mit der Software mitgelieferten Fonts angezeigt. Nach kurzer Suche in den Einstellungen habe ich dann aber gesehen, dass ich auch die durch macOS verwalteten Schriftarten und somit auch meine selbst installierten hinzufügen kann – unter Windows geht das genauso. Das nur als Tipp, da ich den Punkt selbst erst suchen musste.

Erst habe ich versucht, das Buch auf einem 15″ Laptopdisplay zu gestalten, bin dort aber schnell an Grenzen gestoßen, da sich die Software leider nicht beliebig zurechtschieben lässt; Seitenmenüs, die zum Beispiel zur Bildauswahl oder zur Auswahl des Seitendesigns notwendig sind, ließen sich nicht völlig frei in der Breite variieren oder komplett ausblenden – zumindest habe ich dafür keine Option gefunden. Auf einem großen 4K-Monitor konnte ich dann aber schließlich vernünftig arbeiten. In nativer Auflösung wurden einige Bedienungselemente recht klein, dafür konnte ich aber auf dem 32-Zoll-Monitor ungefähr ein Gefühl dafür erhalten, wie groß einzelne Bilder später sein würden.

Bestellprozess und Versand

Bei Saal-Digital gibt es keine Kundenkonten und damit auch nicht die Möglichkeit, auf vergangene Bestellungen zurückzublicken. In einer anderen Rezension, die ich im Vorfeld gelesen habe, wurde dieser Punkt bemängelt – ich allerdings finde diese Wahl sehr löblich für mich als Endanwender: Es werden, zumindest macht es so den Eindruck, Daten von mir nur ebenso lang gespeichert wie es für die Produktion notwendig ist. Mir wird kein Kundenkonto aufgezwungen und der Bestellprozess ist dennoch einfach gestaltet. Zudem werden auf Wunsch einmal angefertigte Projekte – so heißt eine jede Bestellung – lokal gespeichert, sodass ich die Bestellung exakt so erneut aufgeben kann oder auch zuvor kleinere Änderungen vornehmen könnte.

Da ich bereits zuvor über meine Installation der Gestaltungssoftware Bestellungen getätigt habe, mangelt es trotz fehlenden Kontos nicht an Komfort: Die zuvor eingegebenen Liefer- und Rechnungsadressen sind bereits gespeichert. Auf meinem eigenen Computer. Nach der Gestaltung des Fotobuchs und einer letzten Kontrollsichtung, die mir vom Programm vorgeschlagen wird, kann ich also einfach diese Adressen auswählen und mein Druckwunsch wird hochgeladen.

Prüfansicht mit doppeltem Bild, das allerdings nicht markiert wird, sodass ich es übersehen habe

Etwas schade fand ich es hier, dass ich nicht mit einer Warnung darauf hingewiesen wurde, dass ich recht groß auf einer Doppelseite zweimal dasselbe Bild platziert habe. Zwar hätte ich das in einem Kontrolldurchlauf sehen können und in der Bilderauswahl während der Gestaltung wird auch neben jedem Bild die Zahl der Verwendungen im Buch angezeigt, eine Liste an potentiellen Problemen à la InDesign wäre aber schön gewesen. Hier würde ich mir so etwas wünschen wie:

  • Ein platziertes Bild ist zu klein, es könnte bei der Größe zu unscharf sein
  • Ein Bild ist im gesamten Buch/auf einer Doppelseite mehrfach platziert

Das doppelt platzierte Bild zerstört nun nicht das gesamte Buch, etwas ärgerlich ist es aber schon und ein An-die-Hand-Nehmen wäre super.

Screenshot des Uploads des Produkts an Saal Digital

Eine halbwegs zeitgemäße Internetanbindung vorausgesetzt, geht der Hochladeprozess nach der Sichtung dann angenehm schnell. Die Software nutzte meine gesamte Uploadbandbreite aus und ich vermute auch, dass durch Anordnung abgeschnittene Ränder einiger Fotos gar nicht erst hochgeladen wurden, sondern zuvor rausgerechnet wurden.

Screenshot der Verkleinerung durch die Saal Design Software

Bestellt habe ich das Fotobuch am 16. März um 22.35 Uhr. Drei Minuten später kam bereits eine Auftragsbestätigung und nicht viel mehr als einen halben Tag später, nämlich am 17. März um 14.21 Uhr erhielt ich bereits eine Versandmitteilung. Von Online-Versendern bin ich solche schnellen Versandzeiten gewohnt – aber doch nicht, wenn erst noch 100 Seiten gedruckt werden müssen und ich nachts bestelle! Die Geschwindigkeit von Saal-Digital fasziniert mich immer wieder. Auch bei anderen Aufträgen – Wandbildern und Einzelausdrucken – hatte ich den Artikel meist in unter 40 Stunden nach Absenden der Dateien in der Hand.

Letztlich ist es ein „Fotobuch 42 x 28 (ca. A3 quer) Innenseiten: matt, 100 Seiten | Cover: glänzend, wattiert, Barcode: ohne Code“ geworden, was in dieser Konfiguration inklusive Versand normalerweise 222,10€ kosten würde. Dank des 40€ Gutscheins bin ich mit 182,10€ aus dem Bestellprozess rausgegangen.

Zugeklapptes DIN-A3 Fotobuch mit der Vorderseite nach oben gerichtet in seiner Versandverpackung. Zum Schutz sind eine leichte Polsterhülle sowie Eckenschoner am Buch angebracht

Das Ergebnis

Bild des Frontcovers des Saal-Digital A3 Fotobuchs

Als ich das sehr gut verpackte Paket auf meinem Schreibtisch gesehen habe, dachte ich für einen kurzen Moment, dass das A3-Format womöglich doch eine schlechte Entscheidung gewesen sein könnte. Mit jeder Seite, die ich umblätterte wurde mir aber klarer: Nein, so ist es perfekt. Einige der Bilder brauchen genau den Raum, den ich ihnen durch diese Größe geben konnte.

Foto des rückseitigen Covers des Saal-Digital A3 Fotobuchs

Das 100-seitige Fotobuch ist ein ganz schöner Trumm und wiegt um die 3kg. Es anschauen zu wollen, während es auf dem Schoß liegt, lässt mich an Zeiten zurückdenken, als ich als kleines Kind in einer viel zu großen Zeitung oder einem Prospekt blättern wollte. Es ist wirklich riesig. Von den Farben und Kontrasten bin ich wieder einmal begeistert. Sowohl der wattierte Umschlag als auch jede einzelne Seite wirken sehr wertig und geben dem gesamten Produkt eine sehr luxuriöse Anmut. Im Nachhinein betrachtet hätte ich die Geschenkbox mitbestellen sollen, da ich bei jedem Mitnehmen, um es Anderen zu zeigen, das Fotobuch wieder in seine Versandverpackung stecke – die Box wäre da wohl ein gelungener Mitnehmschutz gewesen.

Buchrücken eines 100-seitigen A3 Fotobuchs

Den Buchrücken habe ich absichtlich nicht mit einem Bild oder Text versehen, da ich mir nicht ganz sicher war, wie sich ein über den Rand des Front- oder rückseitigen Covers hinausgehendes Bild machen würde. Stattdessen habe ich ein schlichtes Dunkelblau gewählt, das nun den Rücken des Buches ziert. Da das Fotobuch ohnehin mit dem Frontcover zum Raum gerichtet auf einem Regal steht, stört es auch nicht, dass am Buchrücken nicht direkt erkennbar ist, welches Fotobuch von vielen dieses denn nun sein mag. Vielleicht arbeite ich da aber später dennoch mit Farbcodes oder probiere es irgendwann mal mit beschrifteten Buchrücken. Die Möglichkeit wäre da gewesen.

Durch die Lay-Flat-Bindung – oder wie Saal sie nennt: Panorama-Bindung – ist es möglich, auch die Mitte der Doppelseite überspannende Bilder drucken zu lassen. Dadurch, dass die Seiten noch etwas voneinander abstehen sieht es auf den Fotos hier nicht so ganz bündig aus, wenn ich das Buch aber vorziege, habe ich ohnehin meine Finger auf den Kanten links und rechts und mit heruntergedruckten Seiten ist diese Bindung wirklich faszinierend und beinahe bündig, sodass auch große Bilder ideal zur Geltung kommen. 

Auch die matte Seitenoberfläche, die ich für die Innenseiten gewählt habe, glänzt ein wenig, allerdings wirklich nicht zu sehr und es stört kaum. Die Fotos für diesen Beitrag sind in der Nähe einer großen Fensterfront bei Tageslicht entstanden und das Licht schien ziemlich direkt auf das Fotobuch und selbst dabei ist nur bei sehr flachen Blickwinkeln wie bei denen für die Fotos noch genug zu erkennen – hierbei zeigt sich auch besonders gut die leicht raue Oberfläche.

Toll ist auch, dass die Möglichkeit besteht, die Rückseite sowohl des Front- als auch des Backcovers zu bedrucken. Dadurch ist keine einzige Seite verschwendet und wirklich jeder Raum kann genutzt werden. Falls gewünscht könnte hier aber natürlich dennoch eine Blankoseite eingesetzt werden.

Etwas schade, auf den Fotos hier aber nicht so gut zu erkennen wie in echt: Die abgedruckte Karte ist im Vergleich zu den Fotos recht unscharf, obwohl sie auf einem Screenshot eines 4K Monitors basiert und mir in der Gestaltersoftware keine Warnung angezeigt wurde, dass das Bild unscharf sein könnte.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob das am Format – PNG statt JPEG – des Screenshots liegt oder ob Saals Toleranzen für die Qualitätsskala in der Gestaltungssoftware recht hoch sind. Die Karte und damit meine Strecke ist aber dennoch gut genug erkennbar, deshalb stört mich dieser Makel nicht zu sehr.

Ausgeklappt misst das Buch beinahe 85cm und hat damit eine ordentliche Spannweite.

Fazit

Wie schon zuvor werde ich die Services von Saal-Digital weiterempfehlen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Buch und kann es nun als Erinnerung oder zum Vorzeigen bei Gästen immer wieder schnell aus dem Regal holen. Mit seinem dreistelligen Betrag ist das Fotobuch in dem Umfang, den ich gewählt habe, sicherlich kein günstiger Spaß, der gesamte Service von Saal, die Versandgeschwindigkeit aber allem voran natürlich die Qualität des fertigen Produkts überzeugen mich aber immer wieder, sodass ich auch bereit bin, für solch einmalige Produkte etwas mehr auszugeben. Und das Buch hält, so hoffe ich, Ewigkeiten und ich kann noch oft darin herumblättern.

Unter http://www.saal-digital.de/fotobuch/ könnt ihr bei einem Fotobuch noch bis zum 30. April 15€ sparen, wenn ihr den dort abgebildeten Gutscheincode eingebt. Auch nach dieser Deadline wird es aber vermutlich, so meine Erfahrung, wieder im Wechsel verschiedene Gutscheine geben, sodass ihr eure wertvollen Erinnerungen auch etwas günstiger greifbar machen könnt.

 

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