Das Ende einer Kette

Vor ein paar Tagen wurde ich von echolotta für den sogenannten „Liebster Award“ nominiert. Von Kettenbriefen – und im Grunde ist dies einer – halte ich in den meisten Fällen nicht allzu viel, die Fragen beantworte ich aber dennoch gern – allein schon, um mal wieder ein wenig was zum Schreiben zu haben, was nicht dem Anspruch von Wissenschaftlichkeit genügen muss.

Im Folgenden also nun meine Antworten in einem für diesen Blog in letzter Zeit eher unüblichen Format.

1. Was denkst du über Menschen, die einen Apfel mit Stumpf und Stiel, also samt Kerngehäuse essen?

Bisher sind mir solche Menschen noch nicht untergekommen. Der Gedanke daran, dass jemand den Stiel mitisst, befremdet mich allerdings gerade ein wenig. Letztlich würde ich aber vermutlich beim Anblick auch nur kurz „Oha! Du scheinst ja Hunger zu haben!“ denken und mich nicht groß weiter drum kümmern – Hauptsache, et schmeckt, wa?

2. Ich habe so einige Wochen meines Lebens auf der Suche nach meinem Schlüssel verbracht. Kennst du das?

Oh ja. Schlüssel, Portemonnaie, Handschuhe, … – ich habe sie schon alle verloren. Manchmal für kürzere, manchmal für längere Zeit, manchmal auch für immer. Dementsprechend viel Zeit (und Nerven) hat mich dann auch die Suche nach derlei Gegenständen gekostet. Was ich allerdings noch nie verloren oder verlegt habe: Laptop und Handy/Smartphone. Was das über mich aussagt, muss ich mir dann in einem ruhigen Moment noch mal überlegen.

3. Wie bekommt man unsportliche Menschen von der Couch?

Ich bin mir nicht einmal sicher, ob das durch Fremdeinwirkung überhaupt so sinnvoll zu leisten ist. Wer sich bewegen möchte, wird das vermutlich am besten aus eigenem Antrieb schaffen. Ob der eigene Antrieb nun von einer plötzlichen Eingebung, der Betrachtung im Spiegel, dem Bemerken von Problem im Alltag aufgrund von Konditionsdefiziten oder der Bemerkung einer Ärztin liegt; das alles mag Auslöser sein.

Ich kann es nicht mal für mich selbst sicher sagen. Es gibt manchmal einfach so Tage, an denen ich mir trotz Widrigkeiten wie Kälte oder sich anbahnendem Regen denke: „Heute mal laufen!“, während ich an anderen Tagen trotz derselben Gegebenheiten nicht einen Fuß aus dem Bett bekomme, was der Schrittzähler mir dann am Ende das Tages auch mit einer nicht mal vierstelligen Zahl unterstreicht.

Da ich mit meinem Körper den Großteil der Zeit über ziemlich zufrieden bin, sah ich auch nie groß Anlass, daran durch Sport oder Bewegung irgendetwas zu verändern. Wenn ich allerdings im Alltag bemerke, dass mich manche Bewegungen mehr anstrengen als ich glaube dass sie sollten, legt sich bei mir gelegentlich schon mal ein Schalter im Kopf um. Besonders beim Hochschulsport (Badminton) merke ich mitunter ziemlich schnell, wie sehr ich mich in der/den letzten Wochen bewegt habe. Vielleicht nicht direkt während des Spielens – auch, wenn das in Form von kleineren Atemproblemen auch gern mal vorkommt –, spätestens aber in den Folgetagen durch Muskelkater.

4. Von Katzen lernen heißt: Egal, wie viel Spielzeug herum liegt, am spannendsten ist der neue Karton. Aber was genau lernt man davon?

Ich könnte die Antwort jetzt mit philosophischem oder kalenderspruchartigem Touch durchdenken und so etwas wie „Schon Kleinigkeiten können zum Glück führen“ oder „Es muss nicht immer etwas großes/materielles sein, um Bedürfnisse zu befriedigen“. Stattdessen sage ich aber einfach mal: Sind halt Katzen, ne?

5. Hast du eine Strategie zur Bewältigung von Angst?

Zählt wegrennen?

Ich habe keine Erfolgsstrategie für alle Formen von Angst, die mir so in meinem Leben unterkommen. Bei einigen habe ich welche, die ziehen aber allerhand andere Probleme nach sich … Insgesamt muss ich die Frage wohl mit Nein beantworten.

6. Hast du Kollegen schon einmal einen Streich gespielt?

Nein.

7. Warum klingelt der Wecker immer zu früh?

Weil der selbstgewählte Tag-Nacht-Rhythmus nicht zu dem passt, der einem von Arbeit, Studium, Schule oder sonst was auferlegt ist.

8. Was ist schlimmer als zwei Blockflöten?

Drei Blockflöten?

Ich finde Blockflöten ja nicht mal per se schlecht. Es ist vielmehr so, dass wohl so ziemlich jedes Instrument von blutigen Anfängern eher Missklänge als schönste Symphonien entlockt bekommen wird.

9. Was ist das früheste Erlebnis deiner Kindheit, an das du dich erinnern kannst?

Jetzt gerade ist es ein Besuch im Caneva-Aquapark in Italien, in dem ich mit ungefähr drei Jahren mal war. Es kommt allerdings gern mal vor, dass mir völlig unvorhergesehen Erinnerungen in den Kopf gespült werden, derer ich mir vorher noch nie so ganz bewusst geworden bin. In einer Woche könnte diese Antwort also schon völlig anders ausfallen.

10. Kaffee oder Tee?

Kommt auf die Umstände an. Meistens aber eher Tee – in letzter Zeit besonders gern Honig-Salbei sowie Bayramtee mit Kluntje.

Wenn ich Kaffee trinke, hat das, was ich da trinke, meist nicht mehr allzu viel mit Kaffee zu tun, weil ich den ursprünglichen Geschmack sehr stark durch Milch und Zucker verfälschen muss, bis mir das ganze genug zusagt, um es zu genießen. Gegen Cappuccino habe ich hingegen selten was einzuwenden.

11. Wünschst du dir was, wenn du eine Sternschnuppe siehst?

Ja. Wie erwartet hält sich die Erfolgsquote dabei aber eher in Grenzen. Wobei ich das Wünschen auch eher als symbolischen Akt des darüber Nachdenkens sehe, was in dem Moment für mich gerade wichtig ist.

Amazon Instant Video

Nachdem sich bei Musikstreamingdiensten nun schon seit längerer Zeit das monatliche Zahlen für den vollen Zugriff auf die Musikdatenbanken der Anbieter durchgesetzt hat und das Konzept auch bei Kunden Anklang gefunden hat, übernehmen inzwischen auch immer mehr Videoanbieter das Konzept für den Massenmarkt. Der Breitbandausbau schreitet deutschlandweit zwar stellenweise nur langsam voran, inzwischen ist aber dennoch in vielen Bereichen – insbesondere größeren Städten – genügend Bandbreite vorhanden, um die Streamingangebote ruckelfrei und in guter Qualität nutzen zu können.

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City2City-Gepäckzettel mit Nummer

City2City – eine Busreise in den Norden

Vorgeplänkel

Da mein Budget für den Besuch des 30. Chaos Communication Congress ohnehin schon etwas spärlich gesät war, wollte ich es dieses Mal – nach HKX und Mitfahrgelegenheit – mit einem dritten Verkehrsmittel versuchen: per Bus. Dafür suchte ich mir im Vorfeld Fernbuslinien aus, die die Strecke Duisburg—Hamburg im Angebot haben und stieß bereits nach kurzer Zeit auf den Anbieter City2City, von dem ich bis dato noch nicht gehört hatte. City2City – eine Busreise in den Norden weiterlesen

#mundpropaganda

Als ich gestern zum ersten Mal von der Kampagne, die sich in sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #mundpropaganda finden lässt, hörte, gefiel mir die Idee gut. Es handelt sich dabei um eine Kampagne der GQ (Gentleman’s Quarterly), einem Lifestyle-Magazin, das an eine männliche Zielgruppe gerichtet ist. Ziel sei es, Homophobie zu bekämpfen und Homosexualität massenkompatibler zu machen bzw. die Akzeptanz homosexuell orientierter Menschen in der Gesellschaft zu erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, ließ das Magazin (prominente) Männer vor die Kamera treten, die in ihrem Privatleben ausschließlich heterosexuell leben, um sie sich küssen zu lassen. Die Ablichtungen lassen sich nun teilweise auf der Webseite und auch in der Printausgabe des Magazins anschauen.

Soviel zur Vorgeschichte. Nach einigem Nachdenken und ein paar kürzeren Unterhaltungen kam ich allerdings zu dem Schluss, dass die nobel anmutende Kampagne gar nicht so positiv ist wie es mir auf den ersten Blick vorkam – im Gegenteil. #mundpropaganda weiterlesen

Mein iPod und ich – erweiterte Version eines Gastbeitrags

Schon vor einiger Zeit begann Robert mit der Reihe „Mein iPod und ich“, in dem zunächst er und dann auch einige andere den Inhalt ihrer mobilen Mediathek präsentierten. Es ist auch schon lang her, dass er mich fragte, ob ich nicht auch mit einem Eintrag dazu beitragen wolle. Da ich nie wirklich beschreiben konnte, was mir an den Alben, die ich so liebe, gefällt, habe ich meine Entwürfe immer wieder weggeschmissen und das ganze beiseite gelegt. Ganz zufrieden bin ich immer noch nicht, hier ist aber nun meine Version. Für den Gastbeitrag in seinem Blog habe ich eine gekürzte Version verwendet, die das ganze vorherige Gebrubbel überspringt und fast direkt mit dem Mediathekinhalt anfängt. Hier möchte ich jedoch die vollständige Version zeigen. Mein iPod und ich – erweiterte Version eines Gastbeitrags weiterlesen

tadaa – Der Fotodienst

Was Filtertiraden bei Fotos angeht, halte ich mich in der Regel eher zurück. Das ist auch der Hauptgrund dafür, dass ich bis heute keinen Instagram-Account besitze – und, dass ich meinen Standardbenutzernamen „PattaFeuFeu“ dort nicht nutzen kann, da ich dort irgendwann mal für zwei Tage einen Account besaß, den ich löschte, spielt da auch mit rein. Es gibt so einige schöne Motive, die mit dem einen oder anderen Trick vielleicht noch etwas mehr zur Geltung gebracht werden können, aber die doch sehr krassen über oft schlechte Bilder geklatschten Effekte und Rahmen waren mir schon immer etwas zuwider.

Daher erstaunte es mich auch etwas, dass ich durch einen recht kurzen Blogpost vom geschätzten Herrn Buddenbohm (Tadaa – Blogpost auf Herzdamengeschichten.de) doch ziemlich schnell überzeugt von einer iPhone-App war, deren Aufgabe es ist, Bilder zu bearbeiten und mit Filtern und Rahmen zu versehen – also eigentlich genau dem, was ich zu vermeiden versuche. tadaa – Der Fotodienst weiterlesen

Wer versteht hier kein Marketing?

Dass die Dudelfunksender ein abwechslungsreiches Programm hätten, würde freilich niemand behaupten. Da reiht sich ein popgrütziger Song an den nächsten, mal mehr, mal weniger gefällig. Ob es um das „Fotoalbum mit dem silbernen Knopf“ geht oder um „everybody in the club, all eyes on us“ (der gesamte Songtext ist so unfassbar kreativ!), es folgen meist Songs mit immer ähnlich klingendem Beat auf den vorigen. Gefällig soll es sein. Nicht groß ablenken von der Arbeit oder was man auch sonst so tut, während man Radio hört. Nur hin und wieder unterbrochen von nicht mal minutenlangen „Beiträgen“ und den obligatorischen „mit Radio erreichen Sie immer die Richtigen“-Werbungen sowie den neuesten Ergüssen aus Carglass’ Studios. Dass Seitenbacher nun auch Öle macht – vielleicht auch schon immer, aber bisher wurden Hörer bloß immer über das leckere Seitenbacher-Müsli von dem Seitenbacher informiert – darf an dieser Stelle natürlich nicht unterschlagen werden. Tagein, tagaus, es ist immer dasselbe.

Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte ist, dass ich das Marketing bei neuen Musikerscheinungen nicht immer verstehe. Modelle, bei denen Alben schon vor Veröffentlichung Verkauf angehört werden können, finde ich sinnvoll. So kann ich durch ein bisschen Reinhören schnell entscheiden, ob es mir den Preis wert ist, dieses Album zu kaufen. Zwar reicht auch die mittlerweile 90-sekündige Vorschau bei iTunes oder die bei amazon und anderen Musikanbietern, aber ich finde es angenehm, das komplette Album schon mal durchhören zu können. Ob das als Endlosstream mit allen Songs aneinandergereiht passiert oder alles einzeln angeklickt werden kann, ist mir dabei relativ egal. Wer versteht hier kein Marketing? weiterlesen

Social Reading

Über einen langen Zeitraum war es völlig normal, Bücher in Papierform zu lesen und sich eventuell mit anderen darüber zu unterhalten. Dank Internet und der technischen Entwicklung in Form von Tablets und E-Book-Readern gibt es mittlerweile immer mehr Möglichkeiten, das Lesen von Bücher und Texten zu einem sozialen Geschehen zu machen.

Mit Beliebterwerden des Internets und Aufkommen sozialer Netzwerke wurden immer mehr Möglichkeiten geschaffen, Texte zu teilen und sich darüber zu unterhalten. Bei Twitter gibt es nur begrenzt Raum, um zu einem geteilten Link noch sonderlich viel zu schreiben, ebenso sind die Möglichkeiten, sich länger über etwas zu unterhalten eher eingeschränkt. Auf Facebook oder per Mail ist das möglich, aber auch immer nur auf einen kleinen Personenkreis begeschränkt und nur Teil eines großen Gesamtgeschehens und – besonders im Falle Facebooks – eine Absplitterung eines riesigen Wusts an Möglichkeiten und geht zwischen Spiegel- und Partyfotos unter.

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HKX – eine Alternative?

Update (29. Mai 2014): Da sich sehr viele mit Suchbegriffen wie „darf man mit dem Semesterticket HKX fahren?“ hierher verirren, möchte ich gleich die Antwort liefern: Nein. Für den HKX sind eigene Tickets nötig, die auf der HKX-Homepage und an ausgewählten Schaltern (siehe Website) erhältlich sind. Tickets, die für Züge der Deutschen Bahn oder sonstigen öffentlichen Nahverkehr Gültigkeit besitzen, können im HKX nicht benutzt werden.

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Vor Kurzem erst schrieb ich einen kleinen Bericht über Mitfahrgelegenheit.de (hier zu finden), indem ich das Prinzip Mitfahrzentrale und das Antreten längerer Strecken per Auto thematisierte. Diesmal geht es um den noch jungen – am 23. Juli dieses Jahres war die Jungfernfahrt – HKX. HKX ist ein Akronym und steht für den Hamburg—Köln-Express, der – nach eigener Aussage – ersten „privatwirtschaftliche(n) Konkurrenz zur (Deutschen) Bahn im Fernverkehr“.

Die im Oktober 2009 entstandene Hamburg-Köln-Express GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine echte Alternative zur Deutschen Bahn auf der Strecke Köln—Hamburg zu bieten. Die selbsternannten Ziele sind der Verkauf preiswerter Fahrkarten, guter Service und Verpflegung zu attraktiven Preisen an Bord. Da es sich beim HKX um einen (privaten) Konkurrenten der Deutschen Bahn handelt, sind die Tickets des HKX nur online, per Telefon oder im Zug zu kaufen, nicht aber an den Bahnhofsschaltern oder -automaten. HKX – eine Alternative? weiterlesen

„Okay, 1330 am Bahnhof dann …“

Anfang des Jahres wies mich @Sintaura darauf hin, dass eine Fahrt nach Hamburg per Mitfahrzentrale ja wesentlich günstiger sei als per Bahn oder gar mit dem eigenen Auto hochzufahren. Ich hatte schon öfter was von diesen abenteuerlustigen Trampern gehört, aber das Mitfahrzentralen-System war mir bis dato unbekannt. In diesem Blogpost möchte ich euch ein bisschen darüber erzählen. „Okay, 1330 am Bahnhof dann …“ weiterlesen