02 – Erster Breadboardeinsatz

Beim letzten Mal habe ich mit den ersten Schritten der Programmierung des Arduino angefangen und die auf dem Board verbaute LED nach einem von mir bestimmten Schema zum Leuchten gebracht. Da ich innerhalb des Beitrag teilweise Bezüge auf den letzten Beitrag mache, wäre es sinnvoll, sich diesen durchzulesen, damit die Grundlagen vorhanden sind und damit die Codebeispiele vorhanden sind – diese werde ich nämlich, sofern sich nichts ändert, hier nicht noch einmal niederschreiben.

Um nach dem Anfang mit der LED auf dem Board nun auch etwas weiterzugehen, beschäftige ich mich dieses Mal mit dem Breadboard. Das Breatboard – oder auch Protoboard bzw. Steckplatine – kann zum einfachen Zusammenstecken elektrischer Schaltungen genutzt werden, ohne dass direkt gelötet werden muss.

Aufbau

Folgende Teile (aus dem Fritzing-Starter-Kit) werde ich für diesen Versuch benutzen:

  • 1 rote LED
  • 1 grüne LED
  • 1 gelbe LED
  • 3 220-Ohm-Widerstände
  • Kabel (oder Litzen)
Verbindung von Arduino und Breadboard mit LED und Widerstand

Verbindung Arduino—Breadboard mit LED und 220-Ohm-Widerstand

Ground (GND) habe ich mit der Minuspolschiene am Steckbrett verbunden und dann die Kathode der LED (kurzes Beinchen bzw das Beinchen an der abgeflachten Seite der LED) ebenfalls auf die Minuspolschiene gesteckt. Die Anode (langes Beinchen) habe ich in eine der Reihen daneben gesteckt. Anschließend habe ich einen Widerstand verbaut, dessen eines Beinchen in der Reihe der LED-Anode steckt. Den benötigten Widerstand könnt ihr entweder berechnen oder auf einer Seite wie leds.de/widerstandsrechner berechnen lassen.

Widerstand berechnen

Zum Verständnis: Die meisten 5mm LEDs haben eine Durchlassspannung, die geringer als die Betriebsspannung von 5V ist, die der Arduino über die digitalen Pins ausgibt. Außerdem bekannt ist der Betriebsstrom von 20 [mA] (Milliampere). Dem Datenblatt für die rote LED ist zu entnehmen, dass diese mit einer typischen Durchlassspannung von 2,3V arbeitet. Die Spannung muss also um 2,7V verringert werden. Den benötigten Widerstand berechnet man nach ohmschem Gesetz dabei wie folgt:

\[R = \frac{U}{I}\]

wobei R dem zu errechnenden Widerstand, U der Spannung und I der Stromstärke entspricht. Heraus kommt also:

\[ 113 [\Omega] = \frac{2.7 [V]}{0.02 [A]} \]

Der kleinste Widerstand, den ich im Starter-Kit dabeihabe, ist 220 Ohm stark, schluckt also schon etwas mehr Leistung als nötig wäre. Das zerstört die LED allerdings – im Gegensatz zu zu hoher Spannung – nicht, sondern lässt sie einfach eher zu dunkel leuchten.

Weiter anschließen

GND, LED und Widerstand sind nun verbunden, fehlt also nur noch die Spannung. Die Seite auf dem Steckbrett wird in die Reihe des zweiten Beinchens des Widerstands gesteckt, die andere Seite des Kabels oder der Litze kommt in den gewünschten Pin auf dem Arduino-Board – ich habe mich erstmal für Pin 13 entschieden. Wenn ich nun den Arduino wieder an den Computer anschließe und das Morse-Programm vom letzten Blogpost starte, blinken nun sowohl die Onboard-LED des UNO als auch die auf dem Breadboard angeschlossene gelbe LED – ein Erfolgserlebnis!

Das Breadboard dient hier – wie schon gesagt – nur als einfache Möglichkeit, die Komponenten zusammenzustecken. Genauso gut wäre es möglich, die Kathode der LED direkt in GND zu stecken, den Widerstand an die Anode der LED zu löten und die andere Seite des Widerstands in Pin 13 zu stecken.

Gimme more!

Eine einzelne LED ist nun noch keine große Errungenschaft, also schließe ich die beiden weiteren LEDs an. Das Schaltungsschema ist dabei grundsätzlich dasselbe, nur dass ich drei Pins belege.

Drei LEDs (rot-gelb-grün) mit Widerständen auf einer Steckplatine

Kleine Ampel

Zur Ansteuerung der Ampelanlage habe ich ein kleines Skript geschrieben, das eine Ampelschaltung simuliert. Die genauen Phasendauern in Relation habe ich mir dabei ausgedacht und eher ganz grob auf die gefühlten Verhältnisse in der Echtwelt abgepasst. Die Dauer der Rotphase wird am Anfang des Skripts festgelegt, später werden dann Grün-, Gelb- und Rot-Gelb-Phase daraus berechnet.

int redPin = 11;        // rote LED auf Pin 11
int yellowPin = 12;    // gelbe LED auf Pin 12
int greenPin = 13;    // gruene LED auf Pin 13
int redPhaseLength = 6000;   // Dauer der Rotphase in Millisekunden

void setup() {
  // Initialisieren der drei Pins
  pinMode(redPin, OUTPUT);
  pinMode(yellowPin, OUTPUT);
  pinMode(greenPin, OUTPUT);
}

void loop() {
  redToGreen();
  greenToRed();
}

void greenToRed() {
  // Gruen fuer die Haelfte der Dauer einer Rotphase
  digitalWrite(greenPin, HIGH);
  delay(redPhaseLength / 2);
  digitalWrite(greenPin, LOW);

  // Gelb fuer ein Achtel der Dauer einer Rotphase
  digitalWrite(yellowPin, HIGH);
  delay(redPhaseLength / 4);
  digitalWrite(yellowPin, LOW);

  // Rot fuer die Dauer, die in redPhaseLength angegeben wurde
  digitalWrite(redPin, HIGH);
  delay(redPhaseLength);
  digitalWrite(redPin, LOW);
}

void redToGreen() {
  // Rot fuer die Dauer, die in redPhaseLength angegeben wurde
  digitalWrite(redPin, HIGH);
  delay(redPhaseLength);

  // Rot-gelb fuer ein Achtel der Dauer einer Rotphase
  digitalWrite(yellowPin, HIGH);
  delay(redPhaseLength / 4);
  digitalWrite(redPin, LOW);
  digitalWrite(yellowPin, LOW);

  // Gruen fuer die Haelfte der Dauer einer Rotphase
  digitalWrite(greenPin, HIGH);
  delay(redPhaseLength / 2);
  digitalWrite(greenPin, LOW);
}

Beim nächsten Mal würde ich gern den ersten Input irgendeiner Art verwenden. Ob es schon ein Temperatursensor oder erstmal nur ein Druckknopf wird, weiß ich noch nicht ganz genau, das werdet ihr aber dann sehen. Eine Überlegung ist, aus der kleinen Ampelschaltung eine Temperaturampel zu machen, die für verschiedene gemessene Temperaturbereiche verschiedene Farben anzeigt.

01 – Die ersten Schritte mit dem Arduino

Durch die Hochschule habe ich das Glück, mir ein Fritzing Starterkit ausleihen zu können, um ein wenig zu basteln, bevor ich mir selbst Teile kaufe. Die Grundlagen, die ich in diesem Blogpost behandeln werde, funktionieren aber auch auf jedem Arduino UNO und die zusätzlichen Teile des Starterkits werden zunächst nicht komplett benötigt. Anfangs fange ich mit der auf dem Board vorhandenen LED an, später geht es mit einer externen LED und einem Widerstand weiter.

Inhalt des Starterkits:

  • 1 Arduino UNO
  • 1 USB-Kabel
  • 1 Breadboard
  • 1 Kabelset
  • 8 220-Ohm-Widerstände
  • 4 1,1k-Ohm-Widerstände
  • 4 10k-Ohm-Widerstände
  • 4 100k-Ohm-Widerstände
  • 1 1m-Ohm-Widerstand
  • 1 5,1m-Ohm-Widerstand
  • 2 Transistoren (NPN)
  • 1 Relais
  • 1 Power-MOSFET
  • 2 Dioden (Gleichrichter)
  • 1 Diode (Zener)
  • 1 Servo-Motor
  • 1 RGB-LED
  • 2 grüne LED
  • 2 rote LED
  • 2 gelbe LED
  • 1 Piezo-Summer
  • 1 Drehpotentiometer
  • 2 Druckknöpfe
  • 1 Neigungssensor
  • 1 Lichtsensor (LDR)
  • 1 Temperatursensor

Damit dürfte sich also schon eine Menge anfangen lassen und für den Start ist das Set sicherlich gut geeignet – eine andere Möglichkeit wäre allerdings auch, sich den Arduino einzeln zu kaufen und dann Stück für Stück nachzukaufen, was tatsächlich gebraucht wird.

Mit und ohne das StarterKit nutzbar ist auch die Fritzing-Software (Download), die aktuell in der Version 0.8.7b vorliegt. Mit dieser können Schaltpläne erstellt und Sketches geschrieben werden. Für den Anfang werde ich allerdings hauptsächlich die Arduino-IDE nutzen.

Fritzing Starterkit mit Arduino Uno

Fritzing Starterkit mit Arduino Uno

Installation der Arduino-Software

Die Arduino-IDE kann unter arduino.cc heruntergeladen werden und liegt für Windows, Mac OS X und Linux vor. Ich habe sie heute in der Version 1.0.5 hreuntergeladen. Die Installation ging denkbar einfach: ZIP-Datei entpacken (Doppelklick) und die entpackte Arduino.app-Datei entweder direkt öffnen oder in den /Applications/-Ordner ziehen.

Wer schon mal mit Processing gearbeitet hat, wird sofort Ähnlichkeiten der beiden Anwendungen erkennen.

Processing und Arduino IDE Seite an Seite

Processing und Arduino IDE Seite an Seite

 Das erste Testprogramm

Nach der Installation habe ich den Arduino UNO über ein USB-Kabel angeschlossen und die Arduino-IDE gestartet. Programme – sogenannte Sketches – werden in C++ geschrieben und sind grundsätzlich immer so aufgebaut, dass es eine setup- und eine loop-Methode gibt, die beide vom Typ void sind – es wird also beim Ausführen kein Datentyp zurückgegeben, sondern die Methode nur ausgeführt.

In den Setup-Block gehören anfängliche Einstellungen – zum Beispiel die Initialisierung eines bestimmten Pins als Ausgang –, in den Loop-Block solche Befehle, die immer wieder ausgeführt werden sollen und nicht nur einmal am Anfang des Programmstarts. Daher auch der Name.

Angeschlossener Arduino Uno

Angeschlossener Arduino Uno

Ausgehend vom Blink-Programm aus den Beispielcodes (File > Examples > 01.Basics > Blink) habe ich ein kleines sehr kurzes Programm geschrieben, das erstmal nichts tut als die LED zu initialisieren, für eine Sekunde ein- und danach für eine halbe Sekunde wieder auszuschalten – und das immer wiederholt.

void setup() {
  // Eingebaute LED als Output intialisieren
  pinMode(LED_BUILTIN, OUTPUT);
}

void loop() {
  digitalWrite(LED_BUILTIN, HIGH); // LED einschalten
  delay(1000); // eine Sekunde warten
  digitalWrite(LED_BUILTIN, LOW); // LED ausschalten
  delay(500); // halbe Sekunde warten
}

Bei LED_BUILTIN, OUTPUT, HIGH und LOW handelt es sich um Konstanten, die in der Arduino-API festgelegt sind. Die pinMode(pin, mode)-Funktion nimmt zwei Parameter entgegen: Den Pin, der angesprochen werden soll und seinen Modus. Im Fall des Testprogramms wurde als Pin die Konstante LED_BUILTIN übergeben, die auf dem Arduino UNO (und einigen anderen) dem Pin 13 entspricht. Ebenso gut hätte ich also dort einfach 13 hinschreiben können. OUTPUT ist ebenfalls eine Konstante (groß geschrieben!) und gibt an, dass dieser Pin als Ausgabe fungieren soll.

Wenn ein Pin als OUTPUT initialisiert wurde, bedeutet die Konstante HIGH im späteren Teil, dass 5V über diesen Pin ausgegeben werden sollen. LOW entsprechend, dass 0V anliegen sollen.

Damit ein Sketch ausgeführt werden kann, muss er auf den Arduino hochgeladen werden. Dafür muss zunächst das Board, das genutzt wird, der Arduinosoftware bekannt gegeben werden: In meinem Fall über Tools > Board > Arduino UNO. Anschließend wird noch die zu nutzende serielle Schnittstelle ausgewählt. Da ich an einem Mac über USB arbeite, ist es bei mir Tools > Serial Port > /dev/tty.usbmodemmfd131. Die Zahl kann je nach verwendetem USB-Port eine andere sein, das Schema davor dürfte aber ähnlich sein.

Arduino Toolbar Screenshot

Arduino Toolbar

Vor dem Upload auf den Arduino bietet es sich an, auf den Verify-Knopf in der Werkzeugleiste zu klicken – dieser ist als Häkchen dargestellt. Beim Klicken darauf wird der C++-Code kompiliert und es wird geprüft, ob Fehler auftreten. Dieser Schritt sollte am besten direkt von Beginn an auch bei kleinen Programmen vorher ausgeführt werden, damit sichergestellt werden kann, dass kein defekter Code an den Arduino gesendet wird.

Bei einem Klick auf den Upload-Knopf (der Pfeil nach rechts) wird der kompilierte Code an den Arduino geschickt und kurz darauf sollte er auch schon ausgeführt werden, die verbaute LED (neben dem L auf dem Board) also im vorgegebenen Rhythmus zu blinken beginnen.

Um das Programm etwas mehr zu einem tatsächlichen Hello-World-Programm zu machen und tatsächlich etwas einigermaßen sinnvolles auszugeben möchte ich Arduino in Morsecode ausgeben lassen. Um das Programm kurz zu halten und nicht direkt einen ganzen Buchstaben-Morsecode-Parser schreiben zu müssen, habe ich nur eben in der Wikipedia einen Morsecode-Baum rausgesucht und die Ausgabe fest vorgegeben:

// zu nutzender Pin für die LED-Ausgabe
int ledPin = LED_BUILTIN;
// Länge eines Dit
int ditLength = 60;

void setup() {
 // LED als Output initialisieren
 pinMode(ledPin, OUTPUT);
}

void loop() {
 // A
 dit();
 dah();
 pause();
 
 // R
 dit();
 dah();
 dit();
 pause();
 
 // D
 dah();
 dit();
 dit();
 pause();
 
 // U
 dit();
 dit();
 dah();
 pause();
 
 // I
 dit();
 dit();
 pause();
 
 // N
 dah();
 dit();
 pause();
 
 // O
 dah();
 dah();
 dah();

 longPause();
}

// Methode für die kurzen Toene im Morsecode (dit bzw. dot)
void dit() {
 digitalWrite(ledPin, HIGH);
 delay(ditLength);
 digitalWrite(ledPin, LOW);
 delay(ditLength);
}

// Methode für die langen Toene im Morsecode (dah bzw. dash)
void dah() {
 digitalWrite(ledPin, HIGH);
 delay(ditLength * 3);
 digitalWrite(ledPin, LOW);
 delay(ditLength);
}

// Methode für die Pause zwischen zwei Einzelzeichen
void pause() {
 delay(ditLength *3);
}

// Methode für eine Wortpause
void longPause() {
 delay(ditLength *7); 
}

Der Code ist etwas länger als der vorherige, sollte aber nicht abschrecken. Zunächst habe ich zwei Variablen des Datentyps Integer (int) festgelegt. Hierbei handelt es sich um einen der Datentypen, mit denen miteinander verechenbare Zahlen gespeichert werden können. Diese Variablen stellen einmal den zu nutzenden ledPin dar – anfangs erstmal wieder auf LED_Builtin festgelegt, später aber dann leicht abänderbar, sollte eine externe Lösung genutzt werden – und zusätzlich die ditLength, also die Länge in Millisekunden, die der kurze Ton des Morsecodes dauern soll.

Der setup-Teil ist bereits aus dem vorigen Code bekannt. In der loop-Methode finden sich dann die Methodenaufrufe für den Morsecode. Die Methodendefinition ist weiter unten angegeben, der Inhalt der Methoden dürfte auch aus dem letzten Code bekannt sein. Ich habe auf einigen Seiten gesucht und oftmals wurde die Länge eines dah als dreimal so lang wie ein dit angegeben. Selbiges gilt für die Pause zwischen zwei Zeichen. Die Pause zwischen zwei Wörtern sei siebenmal so lang.

Verfiziert/kompiliert und auf den Arduino hochgeladen wird das kleine Programm auch flux ausgeführt und bewirkt genau das erwartete: A-R-D-U-I-N-O wird gemorst, dann eine kurze Pause, danach geht es von vorn los. Die ditLength ist mit 60ms sehr kurz gewählt. Um selbst mitzählen und nachschlagen zu können, wäre eine Länge von 240 oder noch höher vielleicht angebracht. Da die Länge oben als Variable angegeben wurde und die Länge der anderen Ausgaben – dah, Charakterpause, Wortpause – abhängig von dieser ditLength sind, muss die Dauer nur einmal oben von 60 auf 240 (oder höher) geändert werden, der Code erneut hochgeladen werden und schon blinkt die LED langsamer.

Das war es auch schon mit den ersten Schritten und mit diesem Blogpost. Beim nächsten Mal werde ich mich zum ersten Mal an das Breadboard wagen und eine oder mehrere LEDs an den Arduino anschließen und Programme darauf ausführen.

Solltet ihr konkrete Wünsche oder Vorschläge haben, Kritik oder andere Äußerungenswünsche haben, schreibt gern in die Kommentare.

00 – Arduinogefrickel

Da in mir immer wieder neu der Wunsch nach einer Möglichkeit der Heimautomation aufkeimt und ich mich ohnehin mal ein wenig mehr mit Hardwaregefrickel befassen wollte, möchte ich nun in naher Zukunft damit anfangen, mich ein wenig mit Arduino und Raspberry Pi und den damit verbundenen Möglichkeiten zu befassen. Dafür möchte ich hier auch die neue Kategorie Arduinogefrickel einführen, in der ich in hoffentlich höherer Frequenz als bisher zum Schreiben komme. Ich werde dabei versuchen, genau das abzudecken, was ich getan habe, welche Probleme und Schwierigkeiten es gab, was ich programmiert und was gelernt habe.

Meine längerfristigen Pläne sind zunächst Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren – am besten per Funk angebunden –, Infrarotsender, um Fernbedienungen durch eine (Web-)App ersetzen zu können, Tür- und Fenstersensoren und später möglichst auch noch eine Einbindung der Heizung in meinem Zimmer an das System, um diese abhängig von der Raumtemperatur steuern zu können. Was daraus wird, wird sich dann wohl in den kommenden Monaten zeigen – ich bin selbst gespannt!

Erstmal werde ich nun mit den absoluten Basics anfangen und im nächsten Beitrag davon berichten.

Bisherige Beiträge

01 – Die ersten Schritte mit dem Arduino
02 – Erster Breadboardeinsatz

City2City – eine Busreise in den Norden

Vorgeplänkel

Da mein Budget für den Besuch des 30. Chaos Communication Congress ohnehin schon etwas spärlich gesät war, wollte ich es dieses Mal – nach HKX und Mitfahrgelegenheit – mit einem dritten Verkehrsmittel versuchen: per Bus. Dafür suchte ich mir im Vorfeld Fernbuslinien aus, die die Strecke Duisburg—Hamburg im Angebot haben und stieß bereits nach kurzer Zeit auf den Anbieter City2City, von dem ich bis dato noch nicht gehört hatte. Weiterlesen

#mundpropaganda

Als ich gestern zum ersten Mal von der Kampagne, die sich in sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #mundpropaganda finden lässt, hörte, gefiel mir die Idee gut. Es handelt sich dabei um eine Kampagne der GQ (Gentleman’s Quarterly), einem Lifestyle-Magazin, das an eine männliche Zielgruppe gerichtet ist. Ziel sei es, Homophobie zu bekämpfen und Homosexualität massenkompatibler zu machen bzw. die Akzeptanz homosexuell orientierter Menschen in der Gesellschaft zu erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, ließ das Magazin (prominente) Männer vor die Kamera treten, die in ihrem Privatleben ausschließlich heterosexuell leben, um sie sich küssen zu lassen. Die Ablichtungen lassen sich nun teilweise auf der Webseite und auch in der Printausgabe des Magazins anschauen.

Soviel zur Vorgeschichte. Nach einigem Nachdenken und ein paar kürzeren Unterhaltungen kam ich allerdings zu dem Schluss, dass die nobel anmutende Kampagne gar nicht so positiv ist wie es mir auf den ersten Blick vorkam – im Gegenteil. Weiterlesen

Mein iPod und ich – erweiterte Version eines Gastbeitrags

Schon vor einiger Zeit begann Robert mit der Reihe „Mein iPod und ich“, in dem zunächst er und dann auch einige andere den Inhalt ihrer mobilen Mediathek präsentierten. Es ist auch schon lang her, dass er mich fragte, ob ich nicht auch mit einem Eintrag dazu beitragen wolle. Da ich nie wirklich beschreiben konnte, was mir an den Alben, die ich so liebe, gefällt, habe ich meine Entwürfe immer wieder weggeschmissen und das ganze beiseite gelegt. Ganz zufrieden bin ich immer noch nicht, hier ist aber nun meine Version. Für den Gastbeitrag in seinem Blog habe ich eine gekürzte Version verwendet, die das ganze vorherige Gebrubbel überspringt und fast direkt mit dem Mediathekinhalt anfängt. Hier möchte ich jedoch die vollständige Version zeigen. Weiterlesen

tadaa – Der Fotodienst

Was Filtertiraden bei Fotos angeht, halte ich mich in der Regel eher zurück. Das ist auch der Hauptgrund dafür, dass ich bis heute keinen Instagram-Account besitze – und, dass ich meinen Standardbenutzernamen „PattaFeuFeu“ dort nicht nutzen kann, da ich dort irgendwann mal für zwei Tage einen Account besaß, den ich löschte, spielt da auch mit rein. Es gibt so einige schöne Motive, die mit dem einen oder anderen Trick vielleicht noch etwas mehr zur Geltung gebracht werden können, aber die doch sehr krassen über oft schlechte Bilder geklatschten Effekte und Rahmen waren mir schon immer etwas zuwider.

Daher erstaunte es mich auch etwas, dass ich durch einen recht kurzen Blogpost vom geschätzten Herrn Buddenbohm (Tadaa – Blogpost auf Herzdamengeschichten.de) doch ziemlich schnell überzeugt von einer iPhone-App war, deren Aufgabe es ist, Bilder zu bearbeiten und mit Filtern und Rahmen zu versehen – also eigentlich genau dem, was ich zu vermeiden versuche. Weiterlesen

Wer versteht hier kein Marketing?

Dass die Dudelfunksender ein abwechslungsreiches Programm hätten, würde freilich niemand behaupten. Da reiht sich ein popgrütziger Song an den nächsten, mal mehr, mal weniger gefällig. Ob es um das „Fotoalbum mit dem silbernen Knopf“ geht oder um „everybody in the club, all eyes on us“ (der gesamte Songtext ist so unfassbar kreativ!), es folgen meist Songs mit immer ähnlich klingendem Beat auf den vorigen. Gefällig soll es sein. Nicht groß ablenken von der Arbeit oder was man auch sonst so tut, während man Radio hört. Nur hin und wieder unterbrochen von nicht mal minutenlangen „Beiträgen“ und den obligatorischen „mit Radio erreichen Sie immer die Richtigen“-Werbungen sowie den neuesten Ergüssen aus Carglass’ Studios. Dass Seitenbacher nun auch Öle macht – vielleicht auch schon immer, aber bisher wurden Hörer bloß immer über das leckere Seitenbacher-Müsli von dem Seitenbacher informiert – darf an dieser Stelle natürlich nicht unterschlagen werden. Tagein, tagaus, es ist immer dasselbe.

Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte ist, dass ich das Marketing bei neuen Musikerscheinungen nicht immer verstehe. Modelle, bei denen Alben schon vor Veröffentlichung Verkauf angehört werden können, finde ich sinnvoll. So kann ich durch ein bisschen Reinhören schnell entscheiden, ob es mir den Preis wert ist, dieses Album zu kaufen. Zwar reicht auch die mittlerweile 90-sekündige Vorschau bei iTunes oder die bei amazon und anderen Musikanbietern, aber ich finde es angenehm, das komplette Album schon mal durchhören zu können. Ob das als Endlosstream mit allen Songs aneinandergereiht passiert oder alles einzeln angeklickt werden kann, ist mir dabei relativ egal. Weiterlesen

Social Reading

Über einen langen Zeitraum war es völlig normal, Bücher in Papierform zu lesen und sich eventuell mit anderen darüber zu unterhalten. Dank Internet und der technischen Entwicklung in Form von Tablets und E-Book-Readern gibt es mittlerweile immer mehr Möglichkeiten, das Lesen von Bücher und Texten zu einem sozialen Geschehen zu machen.

Mit Beliebterwerden des Internets und Aufkommen sozialer Netzwerke wurden immer mehr Möglichkeiten geschaffen, Texte zu teilen und sich darüber zu unterhalten. Bei Twitter gibt es nur begrenzt Raum, um zu einem geteilten Link noch sonderlich viel zu schreiben, ebenso sind die Möglichkeiten, sich länger über etwas zu unterhalten eher eingeschränkt. Auf Facebook oder per Mail ist das möglich, aber auch immer nur auf einen kleinen Personenkreis begeschränkt und nur Teil eines großen Gesamtgeschehens und – besonders im Falle Facebooks – eine Absplitterung eines riesigen Wusts an Möglichkeiten und geht zwischen Spiegel- und Partyfotos unter.

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HKX – eine Alternative?

Update (29. Mai 2014): Da sich sehr viele mit Suchbegriffen wie „darf man mit dem Semesterticket HKX fahren?“ hierher verirren, möchte ich gleich die Antwort liefern: Nein. Für den HKX sind eigene Tickets nötig, die auf der HKX-Homepage und an ausgewählten Schaltern (siehe Website) erhältlich sind. Tickets, die für Züge der Deutschen Bahn oder sonstigen öffentlichen Nahverkehr Gültigkeit besitzen, können im HKX nicht benutzt werden.

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Vor Kurzem erst schrieb ich einen kleinen Bericht über Mitfahrgelegenheit.de (hier zu finden), indem ich das Prinzip Mitfahrzentrale und das Antreten längerer Strecken per Auto thematisierte. Diesmal geht es um den noch jungen – am 23. Juli dieses Jahres war die Jungfernfahrt – HKX. HKX ist ein Akronym und steht für den Hamburg—Köln-Express, der – nach eigener Aussage – ersten „privatwirtschaftliche(n) Konkurrenz zur (Deutschen) Bahn im Fernverkehr“.

Die im Oktober 2009 entstandene Hamburg-Köln-Express GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine echte Alternative zur Deutschen Bahn auf der Strecke Köln—Hamburg zu bieten. Die selbsternannten Ziele sind der Verkauf preiswerter Fahrkarten, guter Service und Verpflegung zu attraktiven Preisen an Bord. Da es sich beim HKX um einen (privaten) Konkurrenten der Deutschen Bahn handelt, sind die Tickets des HKX nur online, per Telefon oder im Zug zu kaufen, nicht aber an den Bahnhofsschaltern oder -automaten. Weiterlesen